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 yfriday
"revolution"

( 2003 Survivor Records / Gerth
Medien )
Nach einer ausgedehnten Tournee in Südamerika war
die Band "revolutionär" angesteckt:
Von der Begeisterung und ihrem schroffen live-Sound. Genau das sollte
auch auf das neue Studioalbum übertragen werden. Und es ist geglückt,
soviel kann man schon einleitend preisgeben.

Rauher, ungeschnörkelter Brit-Rock peitscht aus den Lautsprecherboxen,
dazu "röhrt" die Stimme des Frontmannes und Songschreibers
Ken Riley. Es ist ungeschliffener, schnörkelloser, "live-naher"
Rock, so, wie es eben nur Briten hinbekommen - eigenständig und ungewöhnlich.
Gegenüber den beiden Vorgänger-Studioalben schaltet die Truppe
also einen Gang höher, was Härte, Druck und Volumen angeht.
Es sind "nur" zehn neue Lieder geworden, aber dafür haben
die es in sich. Sicher braucht man zwei bis drei komplette Durchläufe
um sich mit dem Songmaterial so richtig anfreunden zu können, aber
spätestens dann dürfte es "sitzen". Daher habe ich
auch keine Anspieltips, weil ich einfach alles für empfehlenswert
halte. Also, laß die Revolution beginnen! ;-)

In den Texten werden einige Grundlagen im Glauben der heutigen Zeit aufgegriffen.
Lohnt es sich für Jesus zu leben und gar zu sterben? Dieser Frage
geht "someone I can live for" (# 2) nach. Der Titelsong legt
den Fokus auf die Menschen der heutigen Zeit und drückt die Gefühle
aus, die auch Jesus empfand als Er die verlorene Stadt sah und wegen der
Menschen weinte, weil Er sie liebte! "Hands up" (# 4) und "saved
the day" (# 6) sind zwei geradeheraus-Worship-Tracks. Voller Begeisterung
beschreibt "start of the summer" (# 8) das neue Leben mit Gott
- vielleicht etwas zu überdreht, denn es riecht etwas nach "Wohlfühlevangelium".
"Shine2" (# 9) ist eine Bitte an Gott mit Seinem Licht unsere
Finsternis hell zu machen. Abschließt drückt das Klagelied
"Lament" (# 10) eine tiefe Sehnsucht nach dem lebendigen Herrn
aus, nur Er kann das Loch in der Seele ausfüllen!

Fazit: Keine wirkliche Revolution, da yfriday das Rad, bzw. die Musik,
nicht neu erfinden. Trotzdem ein Rock-Soundtrack für die Worship-Revolution
auf der britischen Insel. Wer kernigen Gitarrenrock und eine kernige Männerstimme
mag, sollte hier nicht lange zögern und zugreifen.
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