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 yfriday
"open"

( 2001 Survivor Records / Gerth
Medien )
Seit den Tagen dieser "wonderwall"-singenden Band liebe
ich Brit-Pop. Seit der "wahnsinnigen" Band (delirious?)
und der Freitagsband hat sich daran erst recht nichts geändert. Halt,
'Freitag'? Richtig gelesen, ich meine "yfriday",
die 1999 ihr starkes Debütalbum "rainmaker"
herausbrachten. Nach fast zwei Jahren meldeten sie sich jetzt äußerst
eindrucksvoll zurück.

Besonders gut gefällt mir die prägnante und vielseitige Stimme des Sängers
Ken Riley. Er erfüllt die Klischees im Hinblick auf britische Rockröhren
quasi auf Anhieb ;-)
Hitsongs sind jetzt erlaubt. Gegenüber dem Debüt "rainmaker" ist also
die Richtung etwas poppiger, bzw. an einigen Stellen "worshippiger". Das
Stück "joy" (# 9) ist der Überflieger der Platte. Es ist genau diese Unbeschwertheit
und Cleverneß, die wir an den Briten so mögen. Für alle Gitarrenspieler
dürfte "I love you" der große Favorit sein, denn dieses Lied eignet sich
gut zum gleich Nachspielen/-singen. Eine schöne Ballade, die sicher bald
weite Verbreitung finden dürfte. "Head over heels" ist ein ungestümer
Rocksong, der Anfang September 2001 auch als Single für den säkularen
Markt ausgekoppelt wurde!
Insgesamt betrachtet, hat Produzent Neil Costello ein exzellentes Werk
geschaffen. Man spürt, das hier eine gereifte Band am Werk war!

Was zur Musik in Worte gefaßt wird, ist unbedingt erwähnenswert: gegenüber
Branchenkollegen, wie zum Beispiel delirious?, weiß man bei yfriday sofort,
um was es geht. Die Texte sind allgemein verständlich und nachvollziehbar.
Sowas zahlt sich ja aus. Von der Freude am Herrn, die einen zum Tanzen
bringt, handelt "joy". Weitere Themen sind Jesu Werk am Kreuz (# 2), pures
Gotteslob (#1, #3, #4, #7). "Rain" (# 6) spricht von der Sündenvergebung
(wie ein Regenschauer...), während "carry me" (# 8) ein Flehen zu Gott
ist, in schweren Zeiten des Glaubens/Lebens. Alle Lieder stammen übrigens
vom Frontmann Ken Riley, der hiermit noch einmal sein Talent unter Beweis
stellt.

Fazit: Eine "offene", weil einladende CD. Dennoch ist auch das Konzept
"offen" - die Musik steht für Hits, ebenso Vitalität, und die Texte wollen
auch Nicht-Christen aufrütteln. Wer auf Rock von der Insel steht, sollte
hier unbedingt zulangen!
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