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 Sammy
Ward
"my passionr"

( 2000 40 Records / Alliance Music
)
Dies ist nun die zweite Produktion auf dem Label 40 Records,
das vom dc Talker Toby McKeehan und dem christlichen "Pop-Papst" Bill
Gaither ins Leben gerufen wurde. Moderne Musik für die Gemeinde lautet
die Zielvorgabe, getreu dem namensgebenden Psalm 40, der auch sagt: "singe
ein neues Lied".
Sammy Ward nun, nimmt dieses Motto nicht so ganz ernst. Er betreibt eher
ein Pop-Recycling, denn nur vier von elf Titeln wurden ganz neu geschrieben
für diese CD. Der Rest sind einige ältere und einige aktuellere Worship-Songs
in neuen Arrangements (z.B.: "holy and anointed one" / "I could sing of
your love forever" / "sanctuary" / "shout to the Lord"...). Nun könnte
man sich schon wieder ablehnend abwenden, denn so etwas passiert heutzutage
oft. Doch hier ist es nicht nötig: die beiden Produzenten Micah Wilshire
(ja, der vom Duo "Wilshire") und der dc Talk-Bassist Otto Price haben
es fertiggebracht, allen schon bekannten Liedern neue Töne zu verpassen.
So kann man etliche neue Aspekte entdecken und bekommt neue Ideen zum
selber Nachspielen. Am besten gefallen mir hierbei die Neueinspielungen
von "Lord I lift your name on high" (# 3) und "I see you" (# 11), dem
Klassiker von Rich Mullins.
Doch die eigentlich besten Tracks des Albums sind zwei neue Songs von
Sammy selbst. "It's for you" (# 1) ist dabei der echte Ohrwurm. Seit sehr
langer Zeit ist das der beste neue Worship-Song, den ich gehört habe.
Verblüffend ist, daß es nicht nach Worship klingt, sondern wie ein richtig
genialer Popsong, nur eben der Liedtext ist "Worship". Jedenfalls ist
es mein Tip für den nächsten Gassenhauer im christlichen Jugend-/Gemeinde-Bereich.
Mit "let your anointing fall" kommt noch ein Abfetzer dran, der auch durch
eine gute Hookline überzeugt. Was auch sehr schön ist: zu diesen beiden
Titeln gibt es gleich die Instrumentalversionen mit auf der CD - so kann
man es mal in der eigenen Gemeinde probieren...
Zu den Texten braucht man eigentlich keine Worte zu verlieren, denn es
sind Praise-Texte nach neuer Definition. Das heißt, es geht um das Lob
Gottes, um mehr persönlichere Erfahrungen im Glaubensleben und um eine
tiefere (Liebes-) Beziehung zu Jesus.
Was mir an dem Album von Sammy nicht so gut gefällt, ist, daß keine Gitarrengriffe
abgedruckt sind, denn dies hätte hier wunderbar gepaßt. Außerdem frage
ich mich, warum der liebe Sammy nicht gleich alle Lieder selbst verfaßt
hat, da er doch das Talent dazu ganz offensichtlich zu haben scheint?
Fazit: Diese Platte ist für Leute interessant, die auf grooviger, lockerleichter
Popmusik stehen. Oder auf Gitarrenbetontem Worship. Oder ganz einfach
auf beides :)
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