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Joy Williams - ''genesis''Joy Williams
"genesis"


   ( 2005 Reunion Records / Gerth Medien; online )

Aller guten Dinge sind drei. Dies ist nun das dritte Album von Joy Williams und damit hat sie sich endgültig im nordamerikanischen Markt etabliert. Im wahrsten Sinne des Wortes trägt es ihre Handschrift, denn sie hat beim Enstehen der Lieder weit mehr beigetragen als auf den Vorgängern. "Genesis" - zu deutsch "Schöpfung" - trifft es diesbezüglich auf den Punkt. Matt Bronleewe hat als Produzent auch endlich wieder mal ins Schwarze getroffen und erfreulicherweise seine Elektronik-Armada nicht in den Vordergrund gedrängt. Es ist frischer, aber doch bodenständiger Pop-Rock mit gut akzentuierten Refrains sowie die originellen Melodien. Der Sound hat im Tempo zugelegt sowie bei den Gitarrenpassagen, eben einfach in der Originalität. Trotzdem ist die Williams-typische "Souligkeit" nach wie vor gegeben - natürlich besonders bei den balladesken Titeln. Mit "stay" (# 1), "we" (# 2) und "hide" (# 4) hat die begabte Nachwuchssängerin ein undwiderstehliches Song-Trio im Programm, was ihr bereits in Amerika satte Radioerfolge bescherte und beim Hören sofort Aufmerksamkeit auf sich zieht. Wenn man dann seine Ohren dem Opus eingehender neigt, entdeckt man auch die anderen Lied-Schätze, wie etwa "beautiful redemption" (# 5) oder "child of Eden" (# 10).

Die Lieder hat Joy Williams alle nach ihren Erlebnissen und Song-Ideen mitgeschrieben - unter Mithilfe von Autoren wie zum Beispiel Jason Ingram, Ben Glover und Ian Eskelin (All Star United). Inhaltlich wird noch tiefer gebohrt als auf dem Vorgänger "by surprise" (2002, Reunion Records), dennoch ist sprachlich das meiste sehr komprimiert dargelegt. "Hide" ist ein Aufruf seine seelischen Schmerzen nicht hinter einer Maske aus Lächeln und "Schön-Tun" zu verstecken. Eben dieses Verstecken, aus Scham und Schuld heraus greift weiterführund ebenso das poetische "child of Eden" auf. Viele Titel sind aus Joys aktueller Lebenssituation heraus entstanden, aus Unsicherheit, aber auch Freude über ihren Herrn. Was letztlich deutlich wird: die Hoffnung und Erlösung liegt bei Gott allein. Mitunter wünschte man sich deutlichere Worte in Bezug auf ihren Glauben, andererseits ist es schon nachvollziehbar, daß sie nur Gott meint in ihren Lyriks.

Fazit: Ganz glar Joy Williams' bestes Werk bisher - es ist eine runde Sache geworden, rockig, fetzig und besinnlich in genau der richtigen Dosierung. Mit "genesis" liegt eines DER Popalben von 2005 vor!


—David Decker für CCM-Rezis, Februar 2006

Daten: 10 Titel / 41 Min.
Musikstil: Pop-Rock
Label(s): 2005 Reunion Records, USA / Gerth Medien, Asslar; online
Website:
http://www.joywilliams.com  /  Fan-Site  /  bei myspace

Wo kaufen?:
bestellen im Gerth-Shop...

weitere CDs – siehe Joy Williams-Künstlerseite >>
 


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