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 Soundtrack
/ Various
"music inspired by the chronicles of narnia: the lion, the witch, and the wardrobe"

( 2005 Sparrow/EMI-CMG / Gerth
Medien )
Auswahl:

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by"-CD-Rezi...
Kinofilm nach C. S. Lewis' "König von Narnia"

Es hat uns ein neuer Hype aus Nordamerika erreicht: Narnia. Seit August
künden Plakate den an Weihnachten in die Kinos kommenden Film "The
Chronicles of Narnia: the Lion, the Witch, and the Wardrobe" an.
Als Vorlage diente das Buch "Der König von Narnia" von Clive Staples
Lewis (18981963). Als wäre der anglo-irische Oxford-Gelehrte und
Schriftsteller einer der Ihren, vereinnahmen die Amis, allen voran Walt
Disney, seine siebenbändigen "Chroniken
von Narnia" und zeigen uns mit einem Aufwand von sage und schreibe
200 Millionen Dollar ihre Vision von der Befreiung des eisstarrenden Reichs
hinter dem Wandschrank. Und alle springen auf den Zug auf! Gerade auch
christliche Kreise, in denen der Kinderbuch-Klassiker und andere Schriften
von C. S. Lewis ("Pardon, ich bin Christ", "Überrascht
von Freude Bericht einer Konversion") sehr bekannt sind. Denn die
"Chroniken" sind nicht einfach Science-Fiction und Fantasy.
C. S. Lewis liess vielmehr biblische Botschaften und Symbole einfliessen:
Der Löwe Aslan, der König von Narnia, ist ein Bild für
Jesus Christus.
Soundtracks für jeden Geschmack und jedes grössere Publikum

Es ist zu erwarten, dass sich der mit gigantischem Aufwand verfilmte Kinostreifen
auf das Märchenhafte, Magische und natürlich den Befreiungskampf
konzentrieren wird. Damit die biblische Deutung nicht zu kurz kommt, liess
die Gospel-Abteilung von EMI in Zusammenarbeit mit Walt Disney Pictures
und Walden Media die derzeit angesagten Zugpferdchen der CCM-Industrie
ihre vom Buch nicht vom Film inspirierten Narnia-Songs einspielen.
Um's gleich klarzustellen: Dieser Soundtrack ist im Kinofilm nicht zu
hören. Dort ertönen Kompositionen von Harry Gregson-Williams.
Ebenso wird der säkulare Markt mit einem Soundtrack von Mainstream-Pop-
und -Rockgrössen bedient, die Kinderschar mit einer speziellen Lieder-CD
und die Filmfans mit dem Original-Soundtrack in normaler und edler Ausstattung.
Eine geballte Marktoffensive also. Doch nun zur "Inspired by"-CD
selbst ...
Lieder über türkischen Honig, eine eisige Hexe und den Frühling

»Ich bin ein Fan seit ich ein kleiner, kleiner,
kleiner Knabe war. Ich sah mir die Zeichnungen an und die Bücher
wurden mir vorgelesen, als ich klein war, und ich war immer fasziniert.«
Was Dan Haseltine von Jars of Clay (#
1 "Waiting For The World To Fall") erzählt, gilt für
die meisten der beteiligten Künstler und unzählige Leser seit
1950. Die "Chronicles of Narnia" gehören in der englischsprachigen
Welt und v. a. in freikirchlichen Kreisen nämlich zur Kinderlektüre
wie andernorts "Alice im Wunderland", "Heidi", "Pippi
Langstrumpf" oder zurzeit "Harry Potter". Die vier Kinder
Lucy, Edmund, Susan und Peter, die durch einen Kleiderschrank nach Narnia
gelangen, und ihr Aufeinander-angewiesen-Sein beschäftigten Nichole
Nordeman, als sie "I Will Believe" (# 8) schrieb. Sie erfasst
sehr schön den kindlichen Glauben, der mit dem Schritt durch das
Möbelstück bei C. S. Lewis bildhaft wird. Kutless
(# 10 "More Than It Seems") lernen in Narnia Lektionen für
das Leben auf unserer Seite des Wandschranks.

In der Beschreibung des türkischen Honigs (# 9 "Turkish Delight"),
womit die böse Hexe Edmund in ihre Dienste lockt, scheint sich die
David Crowder Band am Narnia-Album "The
Roar Of Love" (1980) von 2nd Chapter Of Acts inspiriert zu haben.
Im eindringlichen "Open Up Your Eyes" (# 3) warnt Jeremy
Camp vor Eigennutz und Rebellion, die uns wie Edmund blenden, so dass
wir alle Warnsignale überhören. Einen stimmgewaltigen Rocksong
liefert Rebecca St. James mit "Lion"
(# 6). Sie beschreibt den furchterregenden, aber gütigen Löwen
Aslan durch Lucys Augen. Aslan/Christus taucht auch bei Bethany
Dillon auf in ihrem mystischen Loblied "Hero" (# 4). "Remembering
You" (# 2) von Steven Curtis Chapman,
das zu fröhlichen (irischen) Klängen Schlüsselszenen aus
dem "König von Narnia" nennt, setzt am Ende an und bringt
den Kern der Geschichte perfekt rüber: Der Winter ist vergangen,
Narnia erblüht, die Schuld ist gesühnt, der Tod überwunden.
Jeder Frühling, jeder neue Tag wird Lucy, ihre Geschwister, die Leser
und so hofft der Sänger die Kinobesucher künftig an Aslan/Christus
erinnern, an neues Leben, Vergebung und Erlösung.
Schöne bis uninspirierte Songs

Bei derlei marktstrategischen Kollektionen und Merchandising-Produkten
gesellen sich zwangsläufig zu tollen und netten Songs solche, die
nicht so erhebend sind: TobyMac (# 7 "New
World") scheint durch die falsche Schranktür geschlüpft
zu sein; sein aggressives Gezeter ist fern von allem, was C. S. Lewis
Kindern mit seinen Büchern und in der Figur Lucys lieb machen wollte.
"Stronger" (# 5) von Delirious?
ist ohne Bezug zum Buch. Ebenso Chris Tomlins
"You're The One" (# 11), ein gefälliger Radio-Popsong.
Da hätte Andrew Petersons von
der Narnia-Lektüre angeregtes Lied "Little Boy Heart Alive"
mehr Tiefe und Inspiration aber dieser Indie-Künstler ist
ja nicht bei EMI ...

Fazit: kein überraschungsreiches Konzeptalbum, sondern ein Soundtrack
für die breite Masse Mainstream-Pop-Rock mit wenig Hip-Hop und
alternativen Klängen, solid produziert, sehr radioorientiert. Einige
der Lieder gehen nur Kulissen-mässig auf den "König von
Narnia" ein. Mein Tipp: Das Buch selber
lesen ...
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