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 Projekt
/ Various:
"Music From And Inspired By
'Jesus: The Epic Mini Series'"

( 2000 Sparrow, Capitol / bv-music
)
"Jesus: The Epic Mini Series" ist eine Fernsehfilm-Serie
über Jesus, die im Frühjahr/Sommer 2000 in den USA und England ausgestrahlt
wurde und sicher irgendwann auch einmal bei uns zu sehen sein wird. Parallel
dazu erschienen gleich zwei Soundtracks - ein poppig-rockiger (den wir
hier rezensieren) und noch einer voll mit klassischer Musik (den wir hier
mal weggelassen haben). Es ist ein Gemeinschaftsprojekt der christlichen
Plattenfirma Sparrow sowie Capitol, einer Firma aus dem "normalen" Popgeschäft.
Ich kann aber nicht verstehen, warum gerade hier bei einem geistlichen
Thema so viele säkulare Interpreten mit einbezogen wurden. Wie soll man
denn glaubwürdig von Jesus singen, wenn man nichts von Ihm weiß, geschweige
denn an Ihn glaubt? (Leider waren keine genauen Infos dieser Interpreten
aufzutreiben.) So ist es dann auch gar nicht verwunderlich, daß die säkulare
Riege beim Thema "Liebe" steckenbleibt - bis hierher und nicht weiter.
Leider fehlt da die letzte Konsequenz, die bekanntlich Jesus Christus
heißt. Rein musikalisch sind die Beiträge von LeAnn
Rimes, Edwin McCain, 98°, Lonestar und Hootie & The Blowfish aber
sehr gut anzuhören. Das gilt natürlich auch für den Rest der Platte. Am
Anfang und Ende steht jeweils ein klassisches Musikstück, quasi als Rahmen.
Komponist und Dirigent Patrick Williams macht den Anfang mit dem instrumentalen
Original-Thema vom klassischen Jesus-Soundtrack (mit dem blauen
Cover) und Sarah Brightman singt mit Andrew Lloyd Webbers "Pie Jesu"
einen würdigen Abschluß. Dazwischen hört man mit "spirit in the sky" einen
der besten dc Talk Songs in letzter Zeit.
Ist zwar nur ein Cover des Norman Greenbaum-Songs aus den 60ern, aber
dafür ein gutes - rockig und groovend. Steven Curtis
Chapman steuert eine typische Nashville-Popballade bei, Avalon
und Jaci Velasquez je einen Beitrag aus Soul bzw.
Latino. Und dann ist da noch Yolanda Adams. Die stimmgewaltige Gospelsängerin
liefert neben dc Talk den aus meiner Sicht besten Track des Albums.
Als toll zusammengewürfeltes Popalbum läßt sich die CD hervorragend hören
und stiehlt dabei so manchem Sampler oder 'Special Projekt' die Show.
Aber als ein Soundtrack für unseren Herrn und Meister (wenn sowas überhaupt
notwendig ist) - auch mit dem entsprechenden geistlichen Anspruch - taugt
sie nicht viel.
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