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 Soundtrack
/ Various
"Bounce"

( 2000 Engine, Miramax; Warner
/ eastwest )
Leigh Nash gehört als die Frontfrau der weltbekannten
Band Sixpence None The Richer mittlerweile zu den beliebtesten Sängerinnen
der Musikszene. Nun kam, was kommen mußte und man wollte ein Soloprojekt
von ihr. "Love-Song-Königin" Diane Warren schrieb den Song für den Ben
Affleck / Gwyneth Paltrow-Film "Bounce" und Leigh wurde angefragt ihn
zu singen. Nach zweimaliger Absage nahm sie dann doch an - um ein bißchen
Aufmerksamkeit für ihre Band in den Medien zu behalten.
Ok, "need to be next to you" mag textlich nicht relevant sein, dafür holt
Leigh mit ihrer Stimme wieder mal alles raus, stimmt's?! Song-Produzent
Matt Serletic hat die Hooklines Radio- bzw. Hitgerecht herausgefeilt,
sodaß der Titel schnell zum Ohrwurm wird. Aber was schreibe ich hier nur
über Leigh - ihre komplette Band hat auch einen Track auf dieser Soundtrack-CD.
Es ist "love" vom selbstbetitelten Album, hier in einer Rock-Remix-Version
von Ben Grosse. Die Version erschien auch auf der "I can't catch you"
Maxi-CD-Single, und Ben Grosse hatte früher auch "kiss me" und "there
she goes" bereits für's Radio überarbeitet...
Weitere Highlights sind die kanadisch-deutsche Elektronik-Ethno-Gruppe
Delerium. Deren Hit "silence" gibt es hier in der Original-Album-Version
von 1998 ("karma", 1998 Nettwerk Records), natürlich mit Indie-Rockerin
Sarah McLachlan am Gesang. Ein wirklich starkes Stück, das den Maßstab
in seinem Genre setzt. Tara MacLean präsentiert mit Samples aufgemotzten
Modern-Rock, Anika Paris singt, daß sie kein "ordinary girl" ist und kommt
deshalb im absolut fetzigen Akustik-Pop-Gewand daher. Sophie B. Hawkins
hat mit "lose your way" einen klassischen Pop-Song dabei und begeistert
durch ihre Stimme. Nick Garrisi präsentiert mit seiner schön rauchigen
Stimme eines der eingängisten Stücke des Soundtracks, die Rock-Hymne "my
baby and me". Danach trällern die Briten von Morcheeba das altbekannte
"Rome wasn't built in a day". Erwähnenswert ist auf jeden Fall noch der
Dance-Rock-Kracher von BT, "never gonna come back down". Auf einen agressiven
Beat werden Gitarrensounds und gerappte und gesungene Passagen gesetzt.
Ziemlich abgefahren das Ganze...
Der Rest der Lieder geht glatt in die Schublade Mainstream- bzw. Love-Pop
rein. Zu den Texten braucht man eigentlich nichts zu sagen, denn der Film
handelt von einer Hollywood-Liebesgeschichte - da dürfte dann alles klar
sein, oder? Naja, der Text von Sixpence None The Richer vielleicht, der
wurde nämlich von einer Stelle im Epheser-Brief des Neuen Testaments inspiriert.
Und noch etwas: im Gegensatz zur amerikanischen Version fehlt auf dieser
europäischen leider Dido und ihr chamanter Hit "here with me" - dies wäre
noch eine weitere musikalische Krönung der Scheibe gewesen!
Fazit: Ein durchaus erstklassiges Album, das wirklich viele Top-Hits sowie
künstlerisch interessante Sachen zu bieten hat. Meine Favoriten kommen
hier von Leigh & ihrer Band, sowie von Delerium, Anika Paris, Nick Garrisi
und BT.
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