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 Projekt
/ Various:
"New Irish Hymns"

( 2001 Kingsway Music / Gerth
Medien )
2001 setzte der irische Komponist und Produzent Keith
Getty erstmalig einen neuen Trend und gleichzeitig seine persönliche
Passion einem breiten Publikum weltweit vor: 'Neue
Irische Hymnen'. Damit sind neue geistliche Lieder - oder wie man
will: auch Choräle - gemeint, die sich textlich und vom Liedaufbau
an die traditionellen Kirchenlieder anlehnen, aber musikalisch eine Idee
"moderner" arrangiert sind. Das "Irish" im CD-Titel
steht allgemein für Irland bzw. damit auch für die traditionelle
keltische Kultur. Irland wurde im 8. Jahrhundert christianisiert und hat
im Laufe der Jahrhunderte viele klassische geistliche Hymnen hervorgebracht.
Dieses Erbe soll nun der heutigen Generation mit neuen Mitteln vermittelt
werden, um dadurch einen besonderen Schatz innerhalb der geistlichen Musik
zu bewahren helfen.

In den Vereinigten Staaten wurde vorliegendes Album mit dem Untertitel
"in Christ alone" (dt.: "in Christus allein") versehen
und damit wird auch gleich die inhaltliche Ausrichtung des Projektes zusammengefaßt.
Es geht um das, was Christus für uns und jeden einzelnen getan hat,
denn Er hat uns zuerst geliebt. "In Christ alone" (# 6) ist
für mich eines der schönsten modernen geistlichen Lieder überhaupt.
Dem Text kann man sich nur schwerlich verschließen, er geht mitten
durchs Herz und faßt das Leben Jesu und was es für den Gläubigen
bedeutet in einem evangelistischen Bekenntnis zusammen. Die anderen Liedtexte
stehen diesem aber in nichts nach. Eine beeindruckende inhaltliche Tiefe
wird hier mit teilweise "altmodischen" Worten dargeboten.

Als Sängerinnen und Songschreiberinnen konnte Keith die US-Amerikanerin
Margaret Becker, sowie die Waliserin Máire
(Moya) Brennan (von Glannad) und die in Nordirland geborene Joanne
Hogg (von Iona) gewinnen. Man ahnt es bereits: Die drei Künstlerinnen
harmonieren hervorragend zusammen! Ihre Stimmen passen exzellent zu dieser
Art von Musik. Es gibt jeweils Solos, Duette und Trios - eben ein echter
Ohrenschmaus. Die zurückhaltenden Arrangements sind alle hymnisch
angelegt und reichen von zartem Akustik-Folk bis in zu einer Art Celtic-Dance
mit breiter Keyboard-Unterstützung.

Fazit: Gott sei Dank keine weitere Celtic-Platte, die nur des "rollenden
Rubels" wegen herauskam, sondern ein Werk mit einem zentralen geistlichen
Anliegen. Zehn neue Hymnen für Kirche und Gemeinde, die vieles aus
der sogenannten Lobpreis-Bewegung in Dichtung und Darbietung meilenweit
hinter sich lassen. Zeitlose Qualität!
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