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 Projekt
/ Verschiedene
"gospel fire"

( 2001 Luther-Verlag / Gerth Medien
)
Bereits mit der 99er Produktion "Gospel
Celebration" bewies Helmut Jost,
daß auch weiße Europäer schwarze Gospelmusik schreiben und zum Klingen
bringen können. Laut Auskunft des Verlages war "Gospel Celebration" ein
großer Erfolg - und da muß natürlich ein Nachfolger her: "Gospel Fire"
(mit einem viiiiiiel schöneren Artwork ;-).

Wie auf dem Vorgängeralbum mischen sich auch hier Schwarze mit Weißen:
Zu David Thomas (ehemaliger Sänger
in den Musicals "Starlight Express" und "Buddy Holly"), seinem Bruder
Tyndale (Leiter des "Liverpool Royal Philharmonic Choir") und dessen Ehefrau
Kadria gesellen sich Genevieve Brown und Beverly Wilson (beide Mitglieder
der "David Thomas Singers" und ehemalige Leiter des "Merrybell Gospel
Choir"). Dazu kommen Produzent Helmut Jost, sein Bruder Frieder, seine
Schwägerin Sabine und seine Freundin Ruthild Wilson auf der "weißen Seite".
Diese neun Sänger, die auch schon bei "Gospel Celebration" dabei waren,
werden diesmal angenehm ergänzt durch Yvonne Shelton, Andrew Williams
und Danny Plett, der sich, wie schon
auf der CD "White Gospel" (1994, Gerth), unheimlich gut macht. Auch die
Musiker des letzten Albums sind wieder dabei, lediglich auf das Loop-Programming
wurde verzichtet.
Gemeinsam bieten sie Gospel vom Feinsten in allen Variationen: zum Mitsingen,
zum Tanzen, mal funkig, mal soulig, mal swingend - von einer besinnlichen
Ballade wie "Help me Lord" (mit einem wunderschönen Abschluß) über die
Hymne "He shall reign", die dem "Halleluja" aus der Pop-Adaption zu Händels
"Messias" ähnelt, bis zu einem Powersong
wie "Soon be done" (für mich der Song der Platte!).
Ausnahmslos laden die 13 Songs durch ihre eingängige Art zum Mitsingen
ein - eben wie die "echten" (d.h. schwarzen) Gospels. Leider erinnern
manche Songs an Titel der "Gospel Celebration". Erfreulicherweise gibt
es aber auf "Gospel Fire" mehr Soli von verschiedenen (fast allen) Sängern
als bei der vorhergehenden CD, die sich so prima ergänzen und wodurch
niemand hervorgehoben wird. Es wirkt einfach abwechslungsreicher, jedoch
fällt auf, daß die ersten neun Songs alle aus Helmut Josts Feder stammen
und dadurch nach einer (zu) ähnlichen Art gestrickt sind. Darauf folgen
mit den Nummern 10 bis 12 drei Lieder von David Thomas, Tyndale und Kadria
Thomas und Frieder und Sabine Jost: allesamt gute bis überragende Titel,
die einfach nur anders "angeordnet" hätten werden sollen ("druntergemischt"),
auf daß das Album vielseitiger und überraschender erschienen wäre.
Auffällig ist, daß die Vocals keineswegs übertrieben wirken (bis auf Sabine
Josts Soli) und auch die Instrumente angenehm zurückgehalten sind, wodurch
der Gospel den Zuhörer auf keinen Fall "erdrückt", wie das bei manch anderen
Scheiben der Fall ist.

Die Texte stammen hauptsächlich von Ruthild Wilson mit Unterstützung von
Danny Plett und Sabine Jost, zwei Songs stammen von David bzw. Tyndale
und Kadria Thomas. Auch der Inhalt der Songs ähnelt dem der alten Gospels:
leicht verständliche Botschaften, die klar und von immer wieder unterschiedlichen
Sichtweisen auf die Hoffnung in Gott und seinem Sohn verweisen. Viele
haben Anbetungscharakter ("Glory and honor", "For the rest of my life")
und danken Gott für die Erlösung durch Jesus ("He set me free"), die Geborgenheit
bei ihm ("In the presence of the Lord") und seinen Segen ("Let us be thankful").
Andere sprechen tiefergehend von der Veränderung durch den Heiligen Geist
("Restore my soul"), der Herrlichkeit im Himmel ("I'm gonna get a white
robe") und dem Gegensatz zwischen unserem Handeln und der unfassbaren
Größe Gottes ("What can I do to thank you"). Dabei wird aber auch nicht
vergessen, daß es Leid im Leben gibt, in und aus dem uns Gott helfen will
("Shower of love", "May the Lord send angels").

Alles in allem eine frische und mitreißende Produktion, die nicht nur
wegen der Spielzeit von über einer Stunde viele Fans finden wird. Und
ich könnte wetten, daß ein drittes Gospel-Album von Helmut Jost und Kumpanen
folgen wird...
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