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 Projekt
/ Various:
"city on a hill: songs of worship and praise"

( 2000 Essential Records / Gerth
Medien )
'Schon wieder so ein Worship-Projekt', werden vielleicht
einige sagen. Aber Anlaß zum Stöhnen gibt dieses neue Projekt eigentlich
nicht. Genaugenommen ist es auch keines dieser "Fließband-Lobpreisscheiben",
obwohl "worship and praise" im Untertitel der CD stehen. Ich würde dazu
eher sagen: zutiefst geistliche Lieder in zeitgnössischen Arrangementen.
Das Besondere an der CD ist, daß es ausschließlich neue Lieder sind, die
man nirgendwo anders findet und daß es zahlreiche Duette von verschiedenen
Frontsängern bzw. Bands gibt. Dadurch unterscheidet sich das Projekt vom
relativ ähnlichen "Exodus" (1998, Rocketown
Records) bzw. auch von diesjährigen "Specials" wie den zum Beispiel "Roaring
Lambs" (2000, Squint Entertainment).
Der Sound wechselt gut ab zwischen Akoustik-Balladen, Folk-Songs, Rock-Einlagen
und Anbetungshymen. Für den Sonntagmorgen-Gottesdienst wären solche ruhigen
Songs wie "this road" (von Jars Of Clay)
durchaus geeignet. Während das groovende "unified" (von Peter Furler von
den Newsboys zusammen mit SonicFlood)
wohl eher im Jugendkreis auf Begeisterung stoßen wird. Weiterhin haben
an dem Album auch noch FFH, The Choir, Caedmon's
Call, Third Day und Leigh
Nash bzw. Sixpence None The Richer mitgemacht. Hieraus einige Anspieltips
zu empfehlen ist mir unmöglich, da alle Titel in der Qualität ebenbürtig
sind.
Wie schon oben angedeutet, sind die Texte sehr intim und gehen auch tief.
Auf der einen Seite wird Gott verherrlicht, andererseits werden biblische
Wahrheiten zum wunderbaren Erlösungswerk von Jesus Christus vermittelt.
Man könnte sogar sagen, einige Stücke stehen in der Tradition großer und
bekannter Kirchenlieder...
Interessant ist auch, daß dies die letzte CD ist, wo der kürzlich völlig
überraschend verstorbene Gene Eugene mitgewirkt hat. Er hat sowohl einige
Lieder geschrieben, als auch mit produziert und sogar gesungen! Beim Lied
"marvelous light" singt er mit allen am Projekt beteiligten Künstlern
zusammen. Und es wird noch einmal deutlich, wo er seine Lebenshoffnung
herbezog.
Eine weitere Besonderheit ist die künstlerische Gestaltung der Hülle und
des Booklets. Kim Thomas - sonst Sängerin beim christlichen Folkrock-Duo
"Say-So" - hat als begnadete Malerin die wunderschönen und absolut treffenden
Zeichnungen entworfen. Hier werden gleich wieder Erinnerungen an das schon
angesprochene "Exodus"-Album wach, wo Jimmy Abegg eine ähnliche Arbeit
leistete.
Insgesamt gesehen, kann man dieses in vielerlei Hinsicht besondere Album
jedem Christen empfehlen - es sind Musik und Texte, die zur Besinnung
und zur Anbetung führen. Sicher bekommt man auch neue Inspirationen für
die eigene Jugend- bzw. Gemeindearbeit. Eine Verbreitung der Lieder ist
ganz bestimmt wünschenswert.
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