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 Projekt
/ Various
"a christmas reunion"

( 2000 Reunion Records / Gerth
Medien )
Und wieder mal einer dieser Weihnachtssampler. Doch aufgepaßt:
einiges scheint anders zu sein als bei der Konkurrenz, wie schon das Erscheinungsbild
vermuten läßt. Irgendwie scheint die Schlichtheit des Layouts seine Wirkung
nicht zu verfehlen. Man kann es auch humorvoll karikierend deuten. Meine
Interpretation des Covers sind übrigens drei Pfeile, die zum Himmel zeigen
:-)
Als erstes erklingt ein brandneuer Song "2000 Decembers ago" von Joy
Williams, wohl eines der besten Stücke auf dieser CD und ein sehr
schöner neuer Weihnachts-Popsong. Danach kommt Michael
W. Smith mit der gelungenen, balladigen Coverversion von Chris
Rice's "welcome to our world". Ein richtiger Abgehtitel ist dagegen
die Adaption von 'joy to the world' vorgenommen von Newsong
- "joy to the rhythm of the world" (# 3). Auf Nummer vier hat sich Rich
Mullins Weihnachtssong "you gotta get up" eingenistet - einer der,
meiner Meinung nach, besten modernen Weihnachtslieder. Bei den restlichen
Titeln der Pop/Soul-Künstler gibt es nicht gerade die Superklassiker zu
hören, aber auch keine Durchhänger. Es paßt stilistisch hervorragend zusammen
und liegt alles auf einem Level. Interessant sind dann aber doch noch
der soulige Beitrag von Clay Crosse
zusammen mit Dino ("Mary holds the light", # 5) sowie das urbane "He is
the reason" (# 7) von Fred Hammond
und Radical For Christ zu nennen.
Nach diesen zehn Titeln mit gesungenem Weihnachtspop schließen sich fünf
instrumentale Zugaben an, was eine sehr gute Geste ist. Nummer 11 bis
14 sind hierbei im Keyboard-Pop-Sound gehalten und stammen ursprünglich
von dem "ambience christmas"-Projekt, welches bereits 1996 erschien. Zum
krönenden Abschluß erklingt eine wunderschöne Version von "silent night",
die es schon auf dem "essence"-Projekt gab.
Kritikpunkte sind, daß keine Liedtexte abgedruckt wurden, was besonders
bei den neuen Stücken ein großer Nachteil ist. Außerdem war es nicht so
sinnvoll die bereits sehr bekannten Titel von Michael
W. Smith, Kathy Troccoli, Bryan Duncan und
Gary Chapman mit aufzunehmen. Dafür hätte
der Platz mit mehr Neukompositionen belegt werden können...
Fazit: Mal eine der wenigen gelungenen Zusammenstellungen. Besonders die
Titel von Rich Mullins, Joy Williams und Newsong sowie die Instrumentalsektion
machen die CD zur weihnachtlichen Empfehlung.
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