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 Musical
/ Various
"child of the promise"

( 2000 Sparrow Records / Alliance
Music )
"Child of the promise", das bedeutet "Kind der Verheißung".
Und darum geht es bei diesem brandneuen Musical, das die Geschichte der
Geburt Jesu Christi feiern will, wie es der Untertitel verrät. Star-Produzent
Michael Omartian und seine Frau Stormie haben alle 30 (!) Titel bzw. Verse
geschrieben und Michael hat natürlich alles abgemixt. Es ist toll, daß
man nach vielen Jahren wieder mal etwas vom Solo-Schaffen der Omartians
zu hören bekommt, noch dazu mit dieser inhaltlichen Tragweite.
Was das "Drehbuch" angeht, ist alles dabei, was zur größten Geschichte
aller Zeiten gehört: von der Ankündigung der Geburt durch die alttestamentlichen
Propheten; später dann Elizabeth und Zaracharias, danach natürlich die
Geburt in Bethlehem, mit Hirten und den Weisen aus dem Morgenland. Auch
die Segnung im Tempel und Simeon und die Prohetin Hanna werden noch mit
behandelt. Die Umsetzung bewegt sich ständig an der Grenze zwischen eins
zu eins umgesetzter Bibeltexte und völliger Transformation in die aktuelle
Zeitströmung. So bleibt das Projekt aber immer nachvollziehbar und wird
sicher viele Leute unserer Zeit ansprechen.
Musikalisch ist alles im klassischen Weihnachts-Pop-Stil gehalten, mit
mehr oder weniger Soul in den Stimmen, je nach Art der Solisten. Wie bei
einem Musical üblich, gibt es natürlich auch hier Sprech-Passagen, diese
sind jedoch auf ein Minimum reduziert. Streicher, Bläser, diverse Effekte
- alles ist ausreichend vorhanden. Mein Favorit ist derzeit die beatbetont,
rockig-tanzbar arrangierte Engelsbotschaft, "glory to God" (# 19). Positiv
hervorzuheben ist hierbei, daß alle (Lied-) Texte abgedruckt sind!
Beteiligte Künstler (Sänger, Sprecher - verteilte Rollen) sind bei den
Damen: Crystal Lewis, Donna Summer und Amy Grant. Bei den Herren sind
dabei: Michael Crawford, Steven Curtis Chapman, Bob Carlisle, Michael
W. Smith, Steve Crawford (von Anointed), Vince Gill, Howard Hewett, David
Pack, Michael Passons (von Avalon), Jody McBrayer (auch von Avalon), Danny
Gans, Richard Marx, Russ Taff, Gary Chapman und Wayne Watson.
Etwas verwundert hat mich, warum Richard Marx, Vince Gill und Donna Summer
mit von der Partie sind. Von allen dreien weiß man nämlich nicht, ob sie
Christen sind. Wenn nicht, wie wollen sie dann glaubhaft von einem
Kind der Verheißung singen können? Sicher, zu Weihnachten singen alle
fromme Weihnachtslieder, aber dieses Projekt wurde doch initiiert, um
die frohe Botschaft (missionarisch) hinaus in die Welt zu tragen.
Auf CD kann dieses Musical insgesamt eigentlich in vielen Punkten überzeugen,
wenn auch nach über 70 Minuten die musikalische Abwechslung noch etwas
zu wünschen übrig läßt... Ansonsten taugen ja Musicalaufnahmen meist nicht
viel im christlichen Bereich, dies ist hier anders: die Qualität stimmt.
Jedoch dürfte eine Live-Aufführung auch hier das Optimum darstellen -
schade, daß das Konzept zu diesem Weihnachten vorerst nur in den USA aufgeführt
wird. Es bleibt zu wünschen, daß dieses Musical auch 'live' mal den Sprung
über den großen Teich schaffen wird.
Fazit: Wer auf traditioneller Popmusik steht (für Leute ab 25+) oder Fan
einiger Interpreten auf dieser CD ist, der sollte sich wirklich mal näher
mit der Scheibe befassen. Darüber hinaus finden alle, die ständig auf
der Suche nach geeigneten "Krippenspielen" sind, hier eine neue Inspirationsquelle!
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