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 U2
"the best of 1980-1990"

( 1998 Island/Universal / 'Plattenläden';
online )
in "aktiv Musikmagazin" November 1998:
»U2 - Best Of ihrer Hit-Dekade

Manches kann man den vier Iren viel vorwerfen, doch den Ausverkauf der
Band haben sie stets vermocht, aufzuhalten. Sie umschifften fast zwanzig
Jahre sicher die Klippen der so begehrten Best-Of-Alben. Aus heutiger
Sicht betrachtet muß man U2 dafür auch
für ihren Geschäftssinn Tribut zollen. Kein anderer Künstler
hatte die Chuzpe, seine bereits fertigen Songs für fast 90 Millionen
Mark anzubieten. Tatsächlich nahm jemand das Angebot an. Und so erscheinen
nun pünktlich zum Weihnachtsgeschäft die Hits der Iren aus den
Jahren 1980-1990. Auf dieser CD ist also alles versammelt, was Rang und
Namen im U2-Kosmos hat. "Pride", "Where The Streets Have
No Name", "With Or Without You" oder "Sunday Bloody
Sunday". Ab dem 2. November wird es für die kurze Zeit von einer
Woche sogar einen zweiten
Silberling als Zugabe geben. Darauf enthalten sind die B-Seiten zu
den Evergreens. Damit ist sichergestellt, daß auch der Die-Hard-Konsument
auf seine Kosten kommt und die globale Weltherrschaft der Charts bereits
kurz nach Veröffentlichung sichergestellt wird. Warum überhaupt
dieser Preis für altes Material von Bono & Co. bezahlt wurde,
erklären die Experten ohne zu zögern. Nach Einschätzung
von Branchenkennern wird die Hit-Collection eine der meistverkauften Alben
dieser Dekade. Damit hätten U2 nicht nur die 80er mitgeprägt,
sondern auch noch den Ausgang des 20. Jahrhunderts beeinflußt. Passend
also zum Slogan "back to the 80's", der uns ja schon seit einiger
Zeit versucht wird vorzugaukeln. Bis dato hat sich der Käufer ziemlich
resistent gegenüber den Revivals à la Culture Club gezeigt.
Wann endlich wieder eine neue Platte von U2 geplant ist, bleibt unbekannt.
Vorerst bräuchten die Herren bei manueller Bearbeitung ihrer "Provision"
ein gutes halbes Jahr zum Zählen. Aber keine Angst, denn via Internet
wurde bereits die frohe Kunde verbreitet, daß man sich mit den Produzenten
Daniel Lanois und Brian Eno in Verbindung gesetzt hätte. Damit schließt
sich der Kreis zu der Best Of, denn diese zwei waren maßgeblich
an den größten Erfolgen der Iren beteiligt.«
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