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Telecast - ''eternity is now''Telecast
"eternity is now"


   ( 2005 BEC Recordings / Gerth Medien )

Eigentlich wollte sich Telecast als Band bereits längst aufgelöst haben - hält man sich die Medienberichte des letzten Jahres vor Augen. Irgendwie kam doch alles anders; man fand einen Weg gefunden, trotz verschiedener Berufstätigkeiten und Visionen als Gruppe weiterzumachen. In Rekordzeit wurde hernach dieses Album eingespielt und veröffentlicht. Und dies sicherlich zum großen Teil nur, weil der Vorgänger "beauty of simplicity" 2003 so einschlug mit seinem melodiösen, atmosphärischen Rocksound. Bis heute werden Telecast vom deutschen Vertrieb als Kopie der Briten von Coldplay vermarktet. Eigentlich arm, denn das sind Telecast nicht und waren es eigentlich auch nie. Auf den ersten Blick leichte Ähnlichkeiten in der Machart täuschen darüber hinweg, daß Telecast "nur" die Weiterentwicklung des typischen amerikanischen Modern-Rock innerhalb der frommen Szene darstellt. Josh Whites "verschnupfte" Stimme ist dann lediglich das Sahnehäubchen darauf... ;-)

Während Melodien, Refrains und die gitarrenorientierten Arrangements in der Tat erste Sahne sind und zum langen Verweilen einladen, so können die Liedtexte über eine gewisse Einseitigkeit nicht hinwegtäuschen. Frontmann Josh White hat alle Lieder geschrieben und sie handeln von der persönlichen Beziehung zu Jesus mit allen Höhen und Tiefen. Allerdings greift er innerhalb dieses "Terrains" viele Aspekte auf: stellt sich vor, wie er in den Himmel kommt, thematisiert Heiligung, sucht Gottes Nähe usw. Die Ich-Du-Beziehung steht hier im Zentrum; positiv dabei, daß White auch wortwörtlich von seinem Herrn Jesus singt. Der CD-Titel steht durchaus für das Gesamtwerk, denn wer schon heute mit Jesus lebt, für den geht die Ewigkeit jetzt ("eternity is now") los. Josh White predigt keineswegs einen Himmel auf Erden, aber eine ehrliche, alltägliche Beziehung zum Gottessohn!

Fazit: Der schnörkellose, eigenständige Modern-Rock mit leichten Brit-Einflüssen gefällt, hat aber auch Ecken und Kanten - besonders textlich. Als Liederschreiber und Texter ist Bandleiter Josh White wirklich begabt und dies kann man bei elf guten Songs hören.


—David Decker für CCM-Rezis, November 2005


Und diese Band wollte sich Ende vergangenen Jahres auflösen? Nicht auszudenken. Aber selbst wenn das noch einmal gut gegangen ist - die Ankündigung sitzt uns fraglos noch im Nacken. Erst recht, weil Telecast mit "Eternity is now" ein Album abgeliefert haben, das 2005 zu den bemerkenswertesten Neuerscheinungen auf dem Markt der christlichen Popmusik zählt. Mehr noch: Mit "Eternity" hat die Gruppe um Frontmann Josh White (er hat sämtliche Lieder geschrieben und ist Leadsänger von Telecast) ihren Erstling "The Beauty of Simplicity" weit übertroffen. Klang das Debüt noch ein wenig wie die etwas trauriger klingende Variante der Backstreet Boys, werden Telecast mit ihrem zweiten Album ihrem Ruf gerecht, an das Niveau von Gruppen wie Coldplay heranzukommen. Denn "Eternity" bietet melancholisch angeraute Popsongs, die luftig durcharrangiert sind und Fans von international längst erfolgreichen Gruppen etwa wie Jars of Clay jubeln lassen. Die Jungs von Telecast zeigen, dass man auch in Moll-Tönen wunderschön von Gott singen kann. Hauptsache, die kommen nicht mehr auf dumme Gedanken.
Bewertung: 6 von 6 Sternen ("genial")

—Uwe Rauschelbach für dennoch 1-2006 (Februar/März)

Daten:
11 Titel / 43 Min.
Musikstil: Modern-Rock, Brit-Pop
Label(s): 2005 BEC Recordings, USA / Gerth Medien, Asslar
Website: http://www.telecastmusic.com  /  bei myspace

Wo kaufen?:
bestellen im Gerth-Shop...

weitere CDs - siehe Telecast-Künstlerseite >>
 


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