Tammy Trent - ''set you free''Tammy Trent
"set you free"


   ( 2000 Sparrow Records / Alliance Music )

Nach einem megatrendy Album 1995 und einem mäßig erfolgreichen Nachfolger 1997 ist nun Tammy Trent endlich wieder da. Inzwischen ist sie bei einem christlichen Major-Label gelandet. Sie war nämlich früher bei derselben Firma wie Sixpence None The Richer und hatte dort dieselben Probleme mit den Vertrieben, ähem den Verträgen. Schön, daß dieses Kapitel abgehakt ist.
Die neue CD sprüht nur so über vor Optimismus und dancigen Klängen. Tammy hat zu ihrem ursprünglichen Stil zurückgefunden und klingt besser denn je. Ausflüge in den Softpop, wie noch beim Vorgänger, hört man hier nicht mehr.
Gleich fünf Produzenten haben sich um die musikalische Umsetzung gekümmert. Michael Linney, der geniale "Elektroniker" (u.a. coole Remixe für die Newsboys und Carman) ist dabei, ebenso wie Todd Collins, Mark Hammond sowie Joey P. Mass. Und dann ist da ja auch Michael Quinlan, den man bereits von Rebecca St. James und Raze gut kennt. Nun ist der Sound aber nicht zerklüftet und durcheinander, wie man vermuten würde bei so vielen Leuten, sondern er hat einen "roten Faden" und man denkt wirklich, alles wäre von einem Mann produziert worden.
Stilistisch verarbeitet Tammy Elemente aus dem Dancefloor mit viel Funk und Soul, hat aber auch einige sehr schöne Pop/Rock-Stücke auf Lager. Die vom ersten Album bekannten Eurodance-Einlagen gibt es hier aber nicht - vielmehr wurde alles den typischen urbanen US-Standards angepaßt.
Mir gefällt die Platte wirklich hevorragend. Tammy läuft mit ihrer Stimme zu Höchstform auf, da die Arrangements wirklich gut zu ihr passen. Teilweise errinnert es mich an Cindy Morgans erste CD von 1993, was aber ein Kompliment ist, da dieses Album damals einschlug wie eine Bombe. Favoriten meinerseits sind "my irreplaceable" (# 1), "if you need love" (# 5) und "your love pursues" (# 9).
Bei den Textinhalten geht es besonders um die persönliche Beziehung zu Gott bzw. Jesus. Tammy singt davon, daß Jesus für sie unersetzbar ist (# 1), daß sie Ihm von ganzem Herzen glaubt (# 2) und vertraut (# 7). Es geht aber auch um das Lob Gottes, dafür, daß Er uns freigemacht hat (# 6).
Fazit: Ein wirklich gut gemachtes und überzeugendes Urban-Dance-Pop-Album im christlichen Bereich, noch dazu von einer weißen Sängerin. Tammy klingt reifer als früher, aber immer noch sehr energisch.


—David Decker für CCM-Rezis, Dezember 2000

Daten:
10 Titel / 40 Min.
Musikstil: Urban, Funk, Soul, Dance-Pop
Label(s): 2000 Sparrow Records, USA / Alliance Music, Haan
Website: http://www.tammytrent.com


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