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Tait - ''lose this life''Tait
"lose this life"


   ( 2003 Forefront Records / Gerth Medien )

Tait zelebrieren wieder den Rock'n'Roll-Stil, teilweise mehr, teilweise weniger als auf dem Vorgängeralbum "empty" (2001, Forefront Records). Der Titelsong (# 1) ist fast schon eine "überirdische" Hymne: Infektiöser Groove, eine Hymnenstruktur wie sie U2 oder delirious? nie besser brachten! Dazu kommt die Stimme von Michael Tait, die hier einfach noch als i-Tüpfelchen das gewisse Etwas bringt und dieses Lied einfach unvergeßlich macht. Die inhaltliche Aussage ist ein Bekenntnis, sein Leben ganz Gott (obwohl das nicht wörtlich genannt wird...) hinzugeben, denn Er ist treu, weil Er die Wahrheit ist und Sein Wort klar und deutlich. Für die etwas härtere Fraktion wurde "numb" (# 2) eingespielt - ein hartes Crossoverstück mit bratzigem Riff und einem Bridge-Rap von Rob Beckley von der Formation Pillar. Der Liedtext kann wohl als Weckruf an die Christenheit verstanden werden, aufzustehen, klar Stellung zu beziehen in unserer verrückten (westlichen) Welt und sich nicht vom Zeitgeist betäuben und mitreißen zu lassen. Weiterhin herausragend ist das Eddy Grant-Cover "electric avenue" (# 3), zwar ohne explizit christliche Aussage, dafür ein Aufruf zu sozialem Engagement in der Gesellschaft. Musikalisch wurde das ganze auch in einen elektrisierenden, hymnischen Rocksound verpaßt, der wohl das neue Markenzeichen der Band ist bzw. wird.

Leider fallen die restlichen Lieder gegenüber den obigen drei etwas ab, was Eingängigkeit und Genialität anbelangt. Es muß als jeder durch einen Reinhörtest selbst feststellen, ob ihm die gesamte Platte zusagt. Auf jeden Fall haben Tait mit ihrem Zweitling noch mehr ihren eigenen Stil gefunden, entfernen sich mehr vom Modern-Rock des Erstlings und spielen einfach zeitlosen Rock mit einer gewissen Pop-Kante. Besonders in den Texten und im Songwriting haben sie sich noch besser profiliert. Aber mir erscheint trotzdem, daß sie mit den Aussagen auf ihren christlichen Glauben bezogen, etwas hintern Berg halten. Irgendwie geht es meist nur um's "You" ("du") - ich hätte da mehr erwartet. Zwei löbliche Ausnahmen sind "child" (# 7), wo es darum geht, daß Jesus sich um jeden kümmert, egal, wie weit unten man ist. "Reconnecting" (# 6) könnte man durchaus auf das Thema Gebet hin interpretieren, wo das "Verbindung-aufnehmen" besungen wird. Beide Lieder passen meiner Meinung nach in die Rubrik "verlorene-Sohn-Lieder" rein, wo der entscheidende Punkt ist, zu Gott, dem himmlischen Vater, zurückzukehren.

Ich habe schon einiges mit diesem Album erlebt: Zuerst begeisterte mich nur der Titelsong, später dann auch die ganze "Trilogie" am Anfang (Nummer 1 bis 3). Nach mehr als zehn Komplettdurchläufen kann ich aber sagen, daß die ganze CD hörenswert ist, es braucht nur unheimlich lange, bis der Funke überspringt. Dafür ist so ein Werk dann auch prädestiniert dafür zu einem Klassiker zu werden. Warten wir einfach ab, was das betrifft ;-) Neben der oben genannten Lieder-Dreierbande sind auf jeden Fall "reconnecting" (# 6), "child" (# 7) und "God can you hear me" (# 5) noch drei tolle Anspieltips aus dem zweiten Teil der Platte!

Fazit: Insgesamt eine empfehlenswerte CD für alle neuen Tait-Fans und Rockfreunde. Diese CD hat beides: Überfliegerrockhits und ebenso eingängigen Pop-Rock sowie anspruchsvollere, sperrige Arrangements. Für jeden etwas also. - Wichtig bleibt bei alledem die Kernbotschaft des Titelsongs: Gib dein Leben für Gott hin, verleugne dich selbst, nur Jesus macht dein Leben reich, lebe für Ihn!


—David Decker für CCM-Rezis, Februar & März 2004


Die Solo Alben von dc-talk gehen in die zweite Runde: Tait schließt sich seinem dc-talk - Kollegen Kevin Max an, und bringt sein zweites Solo Album auf den Markt. Nachdem der Gitarrist Pete Stewart die Band verlassen hat, weil er eigene Projekte starten wollte, war ich gespannt, wie sich das zweite Album entwickelt, denn Pete Stewart hat das erste Album "Empty" stark geprägt, als Songwriter und als Gitarrist. Und der Stil hat sich verändert. Kannten wir von "Empty" sehr gradlinigen Rock, bedient sich Tait nun vieler Effekte und elektronischer Hilfen. So ist der Stil von "Lose this life" eher dem Pop-Rock zuzuordnen, woran man sich erstmal gewöhnen muss. Die Soundqualität ist gewohnt professionell. Michaels absolut cool Stimme steht im Vordergrund und wird unterstützt durch die Gitarren und Synties. Nachdem die Gewöhnungsphase bei mir abgeschlossen war (was nicht allzu lange dauerte), fing das Album an, richtigen Spaß zu machen. Denn es ist abwechslungsreich. Es groovt, es rockt, es gibt die leisen, langsamen Töne und die energiegeladenen lauten Töne. Inhaltlich ist die Scheibe sehr ehrlich und tief gehend, so wie wir es von Tait gewohnt sind. Es geht um die Einsicht, dass viele ein Leben in Lüge leben und wir zu Jesus umkehren müssen (reconnecting), oder um Zeiten in denen wir unseren Glauben zu Jesus prüfen, und feststellen können, dass durch alle Höhen und Tiefen Jesus immer an unserer Seite ist und sein wird (child). Wenn man sich erstmal an den etwas popigeren Sound gewöhnt hat, ein super Album mit starken Texten, das auf jeden Fall eine Investition wert ist.
Bewertung: 5 von 6 Punkten ("gut")

—Alex Hefke für dennoch 2-2004 (März/April)


x-report CD-tip:
»Nicht einmal eineinhalb Jahre hat es gedauert, daß TAIT mehr als nur ein Geheimtipp ist. Ihre Fangemeinde wächst explosionsartig. Das liegt wohl an ihrer Glaubwürdigkeit, der natürlichen Bühnenpräsenz und dem direkten Kontakt zum Publikum. Nach einem Konzert mischen sich die Jungs erstmal unters Volk, um mit ihren Fans zu sprechen. Man nimmt ihnen ihre Liedtexte ab. Ehrlich sind sie, keine Nabelschauen, sondern tiefe Auseinandersetzungen mit Gott und der Welt. "Viele der Lieder sind entstanden im Durchkämpfen durch unseren Lebenswechsel von einem sicheren, wohlbehüteten Ort, in die totale Abhängigkeit und Hingabe an Gott." Der Verlust des alten Lebens ("God Can You Hear Me"), der Verlust von lieben Menschen ("Fallen") und die vollzogene Hingabe an Jesus ("Lose This Life") sind die Säulen ihrer Texte. Musikalisch immer auf der Jagd nach großen Melodien, tollen Stimmen und zeitgemäßen Sounds. Klingt da nicht manchmal U2 durch? ("Child"). Ein gelungenes Album einer hochbegabten Nachwuchs-Band.«

—Klaus Dieter Zeh für x-report/ideaSpektrum 7/2004

Daten:
11 (12) Titel [angezeigt: 25 Tracks!] / 57 Min.
Musikstil: Rock
Label(s): 2003 Forefront Records, USA / Gerth Medien, Asslar; online
Website: http://www.taitband.com  /  dctalksolo.com  /  deutsche Fan-Site

Wo kaufen?:
bestellen im Gerth-Shop...

weitere CDs - siehe Tait-Künstlerseite & dc Talk-Künstlerseite >>
 


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