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 Chris
Tomlin
"the noise we make"

( 2001 Sparrow Records / Gerth
Medien )
"The noise we make", zu gut deutsch "der Krach den wir
machen" - und sowas als Titel für eine neumodische Lobpreis-CD? Ob das
mal gutgeht. Oder sollte man etwa mit Amos, Kapitel fünf Vers dreiundzwanzig
darauf antworten: "Tue den Lärm deiner Lieder hinweg"?
Chris Tomlin stammt aus Texas und lobpreist
bereits seit 1991. Seit einiger Zeit hat er einige richtige Band um sich
und leitet quer durch die USA Jugend- und Gemeinde-Meetings und dergleichen.
Besonders engagiert ist er auch bei den sogenannten "Passion"-Konferenzen
und Veranstaltungen im Rahmen der "268 Generation". Auf dem letzten Passion
Live-Album sorgte unter anderem sein Song "America" für solches Aufsehen,
daß er umgehend auf dem WoW 2001-Sampler
landete - natürlich ist das Stück auch hier mit enthalten (in der normalen
Studio-Version).
Der Titelsong ist ein absoluter Oberhammer mit cooler Gitarrenarbeit.
"This is our God" ist eine Art Hymne über alles Gute, was unser Gott wirkt.
Außerdem hervorzuheben ist ein Cover des delirious?-Klassikers
"happy song". Hier wird sich streng ans Original gehalten, wenn auch einige
neue Instrumentierungen mit eingebracht werden. Beim Rest pendeln die
Arrangements irgendwo zwischen mitreißendem Gitarrenrock und Pop-Hymnen,
alles top-produziert! Mir gefallen besonders die vielen kreativen, innovativen
Soundeffekte bei den Intros usw. Auch einige halb gesprochene Textpassagen
fügen sich gut ins Gesamtbild ein und zeigen, daß Chris aus Praxis kommt.
So sind auch die Songs relativ leicht erlernbar zum selber nachspielen.
Schaut man in die Texte rein, merkt man, daß das Thema Freude für Chris
sehr wichtig ist. Insgesamt gesehen bewegen sie sich jedoch voll Rahmen
der neuen Lobpreis-Welle. Kurz und knapp, alles eine Richtung. Sicher
deutliche Aussagen werden getroffen, aber fehlt vielfach die Echtheit,
die wirkliche Glaubwürdigkeit. - Naja, wohl generell ein Problem dieses
aufstrebenden Genres. Ausnahme ist vielleicht das schon erwähnte "America",
ein Bittgebet für das Land der Amerikaner, daß eine geistliche Erneuerung
stattfindet, durch Abkehr von den bösen Wegen. Ein sehr intensiver Song!
Fazit: Endlich mal wieder ein "Worship"-Album, daß absolut begeistert,
ganz einfach deshalb, weil es nicht wie "Worship" klingt. Es hat das Zeug,
den christlichen Rockmarkt aufzurollen, noch dazu, wo die meisten Lieder
selbst geschrieben sind und nicht einfach nur nachgespielt wie im Falle
von SonicFlood.
[Hinweis: dies ist eine Vorab-CD-Rezension.]
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