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 Dr
Seckels Görch
"frisch geboodn - urige Lieder vom Seckels
Görch"

( 2004 MCP Sound & Media /
'FreiePresse'; online )
'De Voochtländer, die singe a weng, näh?!' Ein wenig ist
gut, sie singen sehr viel und gut! Und vor allem stellen sie die Voraussetzungen
her, für gute handgemachte Musik: Das Vogtland hat mit Klingenthal ein
weltbekanntes Zentrum des Musikinstrumentenbaus.

Der Seckels Görch - eigentlich Jörg Rupert
Seckel - ist ein Ur-Vogtländer Gewächs. Nachdem De Randfichten den Bann
gebrochen hatten und sächsische Mundartmusik plötzlich charttauglich wurde,
stieg der Bedarf an weiterer uriger Volksmusik nicht nur im geschichtsträchtigen
Freistaat weiter an. Seckels Görch kommt mit seinen Privatproduktionen
und "behelfsmäßigen" Tonträger-Vertrieben plötzlich ziemlich groß raus.
Der vogtländische Lokalpatriotismus schien auf so etwas nur gewartet zu
haben. Seine beiden Platten gehen weg wie frisch geschnitten Brot. De
Randfichten müssen plötzlich unerwartete Konkurrenz fürchten
;-)

Seine urigen Stimmungslieder bewegen sich zwischen radiotauglichen Hymnen
(der Titelsong) bis hin zu nicht ganz jugendfreien Statements zum WC,
Alkohlkontrollen, Schweißfüßen oder auch Beziehungskisten. Man(n) nimmt's
gelassen, frau auch, denn Seckels Görch spricht mit seinen Melodien und
Texten besonders das Publikum jenseits der 40 an, die meist nur klischeebehaftete
"Einheitsware" vorgesetzt bekommt. In die entstandene Nische schlägt er
voll rein und gehört über nach zum sächsischen Kult-Kulturgut. Auf einmal
hört sich auch die Jugend wieder mundartliche Bierzeltmusik an...

Fazit: Ach, sie wußten schon alles über deutsche Volksmusik? Na, dann
sollten sie wohl mal "frisch boodn"! - Dr singende Voochtländer, unner
Seckels Görch, hat seinen Landsleuten aufs Maul geschaut und Lieder zusammengestellt,
die urig die Stimmung heben. Na denn: Einhenkeln, mitschunkeln und natürlich,
kräftig mitgrölen...
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