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 Rita
Springer
"all I have"

( 2000 Floodgate/Rocketown Records
/ Pila Music )
Nachdem Michael W. Smith vor einigen Jahren endlich seine
eigene Plattenfirma, Rocketown Records, gründen konnte und sich diese
jetzt endgültig etabliert hat, war es Zeit für den nächsten Schritt. Eine
Unterdivision names Floodgate Records wurde ins Leben gerufen. Dort soll
Platz sein für bestimmte Worship-Projekte und auch "normale" Künstler
- jedoch alles mehr im alternativen Stil.
Rita Springer ist die Künstlerin mit dem ersten Album bei dem neuen Label.
Es ist ein Worship-Album geworden. Gleich Lust auf mehr macht die neuartige
Hülle und das gelungene Artwork. Doch legt man die Platte auf und hört
sich durch, will nicht so recht Freude aufkommen. Sie zündet nicht richtig.
Zumindest ist dies mein Eindruck. Es fehlt etwas die Frische, das Rockige,
vielfach plätschert es nur so vor sich hin und man wartet ständig darauf,
daß es jetzt "richtig" losgeht... - Vielleicht sollte man sich einfach
auf der Couch niederlassen, eine Tasse Kaffee oder Tee mitnehmen und einfach
der Musik mal treu lauschen. Irgendwann wird man doch die mit Liebe gemachten
Arrangements entdecken, die vielen Instrumente, die vom Cello über Hörner
und Piano bis hin zu Synthesizern reichen.
Eine ganze Reihe Musiker ist engagiert, darunter Jyro Xhan (Fold Zandura)
und Frank Lenz (viele Bands...). An der Professionalität der Ausführung
gibt es nichts auszusetzen. Die Frage ist vielleicht, Produzent Andy Piercy
der richtige Mann dafür war. Vielleicht sollte Rita in Zukunft mal mit
anderen Leuten arbeiten.
Wenn auch die Musik vielleicht zuerst nicht ganz den Erwartungen entspricht,
so sind doch die Liedtexte eine extra Entdeckungsreise wert. Rita hat
die meisten der Texte selbst geschrieben. In ihnen legt sie ihre ganz
persönlichen Empfindungen dar, sie dankt Gott für seine Liebe, für die
Schöpfung, für den Himmel. Es ist nicht der gewöhnliche Lobpreis, sondern
es sind richtig gute "Popsongs" geworden. Die Texte lesen sich nicht unbedingt
wie Worship, genausowenig, wie die Musik danach klingen will. Rita legt
mit diesem Album ihre Standortbestimmung und gleichsam ihr Zeugnis vor.
Fazit: Da das Album musikalisch sehr eigenwillig ist, konnte es mich auch
nach mehrmaligem Anhören noch nicht ganz überzeugen. Es fehlen zwei, drei
oder mehr eingängige "Hits". So bleibt aber alles recht schwer zugänglich.
Anspieltips: "oh how you love me" (# 1) und "like you Jesus" (# 10).
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