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Manfred Siebald und Freunde
"was die Engel uns sagen (Lieder zur Weihnacht)"

( 2000 Hänssler Music / Hänssler-Verlag
)
Bereits ein Jahr nach seinem letzten Soloalbum legt Manfred
nun sein erstes Weihnachtsalbum vor. Lange Jahre ist er nun schon in der
Szene aktiv dabei und bereichert immer wieder durch neue Qualität. So
ist auch sein neuestes musikalisches Produkt etwas besonderes geworden:
einige ehemalige Christus-Sänger (der Chor, mit dem Manfred in den 70ern
sang) singen die Chorpassagen der Lieder und Johannes Nitsch hat die musikalische
Leitung des Projekts übernommen.
Natürlich stammen alle Liedtexte vom "Meister" (sorry, aber das mußte
mal raus) selbst. Einige sind ganz neu geschrieben, einige sind deutsche
Texte zu englischen Original-Titeln. Wie gewohnt sind sie sprachlich und
inhaltlich auf höchstem Niveau gehalten. Nachhaltig wird die Weihnachtsbotschaft
vermittelt, aber so, daß es jede Generation verstehen kann. Auf der ersten
Booklet-Innenseite wird kurz zusammengefaßt, was der Hintergrund für die
einzelnen Stücke ist. Da geht es um die Verheißung durch Propheten, um
die Widrigkeiten der Welt, genauso um die Hirten und die titelgebenden
Engel. Warum so viele Menschen erst nicht kapierten, was los ist, wird
auch thematisiert und auch die Verbindung zu Golgatha wird versucht aufzubauen.
Geschrieben bzw. erstmals in deutsch arrangiert wurde alle Stücke zwischen
1988 und 2000! Eingespielt wurde alles im traditionellen Chorpop-Sound,
der immer gemeindetauglich ist und durch verschiedene Soloeinlagen und
professionelle Studiomusiker mit zahlreichen Instrumenten aufgewertet
wird. Mein Favorit ist die deutsche Version vom bekannten Weihnachtslied
in der englischen Hemisphere, "God rest ye merry gentlemen", hier als
"es wird nicht immer dunkel sein" (# 1). Eine weitere deutsche Version
gibt es übrigens vom auch noch recht gut bekannten "do you hear what I
hear?", hier als "Siehst du nicht den Stern dort?" (5). Wichtig und richtig
ist auch die Verbindung mit einer Hilfsaktion für das humedica-Ärzteteam,
das besonders in der dritten Welt hilft. Dafür haben alle Sänger auf ihre
Honorare verzichtet; außerdem gibt es einige Infos zur Organisation gleich
im dezent gestalteten Booklet.
Fazit: Musik für Genießer und Nachdenker, für die Gemeinde sowie für Siebald-Fans
und -Sammler :-) Musik aufs Wesentliche beschränkt, aber genau dadurch
berührend und zeitlos. Auch zu Weihnachten - und gerade dann - eine Platte
zum immer wieder auflegen.
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