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 Die
RINKs
"einfach nur so"

( 2001 Musik für Dich / Gerth;
'Plattenläden'; online )
Was einst bei Pila unter dem Namen "Rink Family" mit Kinderliedern/Familienpop
anfing, ist mittlerweile bei Rolf Zuckowskis Profi-Label "Musik für Dich"
(Unterdivision von Polydor) gelandet und in die dritte CD-Runde gegangen.
Die neue Produktion "einfach nur so" erscheint im Oktober im Plattenhandel
und wird im christlichen Markt exklusiv von Gerth Medien vertrieben.

Der Einsteiger "ich bin doch artig" im Mainstream Jazz-Rock-Gewand handelt
von den immer braven Kindern, die es doch überall gibt... Ein richtiger
Hit ist das geworden, sicher auch für's "normale" Radio tauglich. "Jedes
Kind ist anders" ist das erste Kinderlied der Familie - die übrigens aus
Bergneustadt kommt - und wurde wegen großer Beliebtheit nochmals neu aufgenommen.
Es geht darum, daß Gott alle Kinder nach seinem Plan geschaffen hat (Psalm
139 läßt grüßen...). Anklänge an mittelalterliche Gauklermusik bietet
der "Ausflug ins Mittelalter" (# 5), einer der musikalisch interessantesten
Titel des Albums!
"Andy hat ein Handy" (# 8) ist reimtechnisch sicher etwas einfach gestrickt,
doch Kinder werden das sicher trotzdem mögen, außerdem ist das eine Story
mitten aus dem Leben... Dagegen wird "immer wenn ich etwas machen muss"
(# 11) auch Erwachsene ansprechen. Mir spricht der Titel jedenfalls aus
dem Herzen und erinnert mich sehr an meine eigene Familie.
Der Titelsong (# 2) möchte mehr Aufmerksamkeit auf die vermeintlich "kleineren"
Momente im Leben lenken. Es ist übrigens der einzige Titel, der nicht
von der RINK-Familie selbst geschrieben wurde. "Baumhaus - Traumhaus"
(# 7) erzählt von einer gewissen Einrichtung, die wohl jedes kleinere
oder größere Kind irgendwie kennt :-) Das letzte Lied, "vielen Dank für
die Musik" (# 13), ist ein Dankeschön an Gott für das Geschenk der Musik.
Hier beginnt der Text mit der Geschichte aus dem alten Testament, wo der
Hirtenjunge David den depressiven König Saul auf der Harfe "beruhigt"...
Man hört den Texten viel Lebenserfahrung und Menschenkenntnis an; bekommt
aber bei den witzigen bzw. ironischen Passagen auch als Erwachsener Hörer
noch einen Spiegel vorgehalten.

Was bei den RINKs begeistert, ist der glasklare, absolut professionelle
Gesang. Meist stehen die beiden Schwestern Tina oder Lisa vorm Mikro,
die ja auch schon mit ihrer Pop-Formation "Sharona"
die Herzen im Sturm eroberten. Dazu gesellt sich eine variationsreiche
Instrumentierung: von der rockenden Akustikgitarre in "immer wenn ich
etwas machen muss" bis zu den Folklore-Instrumenten in etlichen Stücken
ist nahezu alles vertreten, was man in/mit einer Familie so spielen kann
;-) Außerdem sind Gastmusiker mit dabei, die für Topqualität stehen: Werner
Hucks an der Jazzgitarre sowie Ralf Gustke aus der deutschen Popszene
am Schlagzeug. Ja, und dann sind da noch die hitverdächtigen Melodien,
die einen den ganzen Tag über begleiten. Produziert hat die Platte
Ebi Rink, der Bruder vom Familienvater. Mutter Ute hat die meisten Texte
geschrieben.
Noch ein Hinweis sei erlaubt: es handelt sich hier ausdrücklich um eine
Produktion für den säkularen Markt. Daher sind hier christliche Textinhalte
auf zwei Lieder beschränkt. Trotzdem tut das der Sache keinen Abbruch,
daß die RINKs in einer Gemeinde engagiert sind, und also noch einen anderen
Grund haben, warum sie Musik machen!

Fazit: Es gibt soviel mehr als Kelly Family, Rolf Zuckowski und Daniel
Kallauch auf dem familienfreundlichen Musikmarkt. Wer Lieder will, die
das Leben loben, sollte mit den RINKs entspannen und neuen Optimismus
tanken.
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in "aktiv Musikmagazin" Oktober 2001:
»Schon seit längerem präsentiert sie die musikalische Familie
aus Bergneustadt auf dem Label von Rolf Zuchowski. Wohltuend entspannt und
abwechslungsreich setzen sie nun auf ihrer neuen CD/MC ihren eigenständigen
Weg fort. Was bei den Rinks 'Einfach nur so' leicht und unbeschwert klingt,
ist bei genauerem Hinhören eine Meisterleistung, an der Kinder und
ihre Eltern ihre helle Freude haben. Aus einer tiefen Zuversicht heraus
werden familiäre Alltagsthemen wie "Ich bin doch artig" oder
"Andy hat ein Handy" mit Witz und Ironie wohlklingend besungen
oder gekonnt gerappt. Nicht minder ansprechend interpretieren die Girlies
Tina und Jana ihre Songs vom Erwachsenwerden. Wenn es sich um Träume
und Zweifel Jugendlicher dreht, gehen Titel wie "Gib mir deine Hand"
ider "Mach, was du am Besten kannst´" unter die Haut. Und
mit "Kinderkarussell" gelingt Ute Rink, die Chefin der Liedermacher-Familie,
ein bewegender Elternrückblick auf die sich immer neu sich wandelnden
Jahre der Kindheit.« |