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 Pilot
"you better get used to it"

( 2001 Feedback Records / Asaph
Musik )
Pilot gibt es in Schweden schon einige Jahre. Sie sind
dort relativ gut bekannt und haben jede Menge Auftritte und kommen auch
im Radio vor. Nach dem Debutalbum von 1998 gibt es nun endlich einen Nachfolger.
Kaum einer hierzulande hat wohl dran geglaubt, weil die meisten sie wohl
abgeschrieben hatten. Stand der Erstling "equality" noch in
der Tradition des "Techno-Zeitalters", so gibt der Zweitling "you
better get used to it" einen guten Überblick über aktuelle und angesagte
Dance-, House- und Pop-Klänge.

Die Musik entfaltet ihre Qualitäten erst ab dem zweiten oder dritten kompletten
Hören. Für ein Dance-Album zwar ungewöhnlich, aber die Melodien hier brauchen
etwas Gewöhnung. Dafür wird es dann um so besser! Zum Ende hin entfaltet
das Album seine Stärken, bei solchen Songs wie "Robin", erstklassiges,
clubtaugliches Instrumental, und "the sun", dem Hit des Albums! Man hört
hier keinen "Techno", sondern modernen Elektro-Pop, mit einer perkussiven
Grundstruktur, darüber werden eingängige Melodien mit guten Refrains und
tollen weiblichen Stimmen gelegt. Es gibt radiotauglichen ("you better
get used to it", # 1), auch "sommer-geeigneten" ("show the world", # 3)
Dance-Pop ebenso wie klassische Dance-Hymnen ("don't make up a show",
# 7). Durch die eingestreuten Rap-Fragmente und die vielen Gesangs-Wechsel
wird der Sound dynamisch und sehr interessant. Die Bass-Lines kommen richtig
lässig rüber. Gegenüber dem Vorgängeralbum eine klangliche Neuorientierung,
aber mit deutlich verbessertem Songwriting und mehr kreativeren Ideen.

Dieses Mal sind erfreulicherweise auch alle Liedtexte mit abgedruckt -
sogar noch ausführliche Kommentare zu jedem Titel! Die Botschaft ist ehrlich,
glaubwürdig und auch missionarisch. Es werden Anfragen an das Leben des
Zuhörers gestellt, wie beispielsweise in "where will you stand".

Fazit: Ein echt cooles Album, hart am Puls der Zeit, ideal für den kommenden
Sommer. Und wieder eine gelungene Überraschung aus Schweden, muß man neidlos
anerkennen!
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