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 Phatfish
"unplugged - hope"

( 2002 [focus]/Authentic Media/STL
/ bv-music )
Phatfish ist eine quirlige und hochtalentierte britische
Band, die sowohl grandios losfunken als auch
modern und britisch abrocken kann. Zudem hat sie gute Songschreiber und
tourt unermüdlich. Nach fünf Studioalben war eigentlich mal
ein live-Album überfällig. Daß dies dann gleich noch unplugged
geworden ist, ist zwar überraschend, jedoch um so schöner!

"Unplugged - hope" ist eine Zusammenstellung aus drei Benefizkonzerten
zugunsten von "Hope HIV" (einer Hilfe für mit AIDS infizierten
Kindern) mit namhaften Gastauftritten. Ein bestimmter Geldbetrag von jeder
verkauften CD kommt Waisenkindern in vom AIDS heimgesuchten Regionen Afrikas
zugute. Die ganze Geschichte der Entstehung dieser Akustikkonzerte und
der Verbindung zu "Hope HIV" wird im (phantastisch gelayouteten!)
CD-Beiheft von der Band erzählt!

Auf jeden Fall ist die Platte ein großer Hörgenuß. Die
Aufnahme- und Klangqualität ist einfach super. Nur mit einem kleinen
Schlagzeug-Set, Baßgitarre, akustischen Gitarren, Klavier und drei
Mikros für den mehrstimmigen Gesang wurden die Aufnahmen eingespielt.
Da das ganze so gut ankam, ist die gute Stimmung im Publikum und die Spielfreude
der Band förmlich greifbar.

Der Titelsong des Vorgänger-Studio-Albums,
"heavenbound" (# 2), kommt mir hier fast noch funkiger vor.
Man merkt wie gut das Lied wirklich ist, denn es scheint mit jedem Arrangement
zu funktionieren ;-) Die anderen Lieder bewegen sich zwischen Soul-Pop
und klassischem Lobpreis, dieser dann aber professionell umgesetzt (nicht
vergleichbar mit sonstigen live-CDs in diesem Genre!). Musikalische Gäste
sind übrigens Stuart Townend ("this love is enough", #
4), Kate Simmonds ("creation
song", # 7) und Brian Houston
("miracle in my heart", # 8) jeweils am (Background-) Gesang.
So entstehen feierlich-fröhliche Gemeinschafts-Lieder mit chorähnlichem
Vocals (z.B. "creation song"). Ansonsten begeistert Frontfrau
Louise Fellingham in gewohnter Weise mit ihrem sehr ausdrucksstarken Gesang
- einem Markenzeichen dieser interessanten Band. Aus meiner Sicht erreicht
bzw. übertrifft diese Produktion das Niveau von ähnlichen Werken
aus Amerika. Aber irgendwie ist man es ja inzwischen gewohnt, daß
die Maßstäbe bei Rock und Worship maßgeblich von den
Briten (mit-)bestimmt werden.

Neben altbekannten Songs von der Band gibt es auch vier brandneue Kompositionen
aus dem Jahr 2002! Das gewohnt gute Songwriting der Band ist auch hier
wieder vorhanden. Inhaltlich geht es um die Anbetung des Schöpfers
und um den Glauben an Gott in einer engen, persönlichen Beziehung
zu Ihm.

Fazit: Eine Stunde anspruchsvoller Akustik-Funk mit viel Abwechslung und
Tiefgang ist das begeisternde und überzeugende Ergebnis dieser Sessions.
Eben ein absoluter Geheimtip für alle Fans von unelektrischen Live-Konzerten
auf CD!
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