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 PFR
"disappear"

( 2001 Squint Entertainment /
bv-music )
Sie galten als die Darlings des christlichen Rock. Bejubelt
wurden sie bis in die Independet-Szene hinein; als auch im frommen Hit-Radio
rauf- und runtergedudelt. So ganz richtig hat ihnen den "Abschied" 1997
sowieso niemand abgenommen. Dazu waren die Worte zu undeutlich und die
Liebe der Fans zu stark. PFR (Pray For Rain - dt. "Bete um Regen")
galten und gelten (jetzt wieder ;-) als eine der wenigen Bands, die es
schafft(e), den Sound der 60er und 70er in die heutige Zeit umzusetzen.
Der Vergleich mit dieser Liverpooler Band soll aber jetzt wegbleiben!

Inzwischen ist einiges passiert. Nach Beteiligungen an verschiedenen anderen
Projekten (z.B. "love, peace & joy" 1997, "roaring
lambs" 2000), einer Heirat (Mark Nash heiratete Leigh
von Sixpence
None The Richer) und einem Soloalbum (Joel
Hanson mit "captured", 2001) macht das Trio nun endlich wieder selbst
Musik.

Ihr neues Werk wurde wieder vom "alten" Produzenten Jimmy Lee Sloas produziert.
So ist klar, daß es sich bei dem Projekt um klangliche Kontinuität handelt.
Die Melodien sind frisch und die Refrains mitsingbar. Der Gitarrensound
aktuell, aber trotzdem zeitlos, so wie man es von PFR gewöhnt ist. Joels
Vocals klingen markant wie immer, wenn sie auch nicht ganz an die Klasse
von Album zwei und drei heranreichen. Meine Anspieltips von der Platte
sind das schöne "all ready" (# 3), das rockige "gone" (# 2) und die geniale
Radio-Single "missing love" (# 4).

Was dieses Album trotzdem nur zur zweiten Wahl macht, das sind die Texte.
Christliche Inhalte sucht man hier leider vergebens - im Gegensatz zu
den Vorgängeralben. Überhaupt sind die Verse schwer zu verstehen, ziemlich
verschlüsselter "Kode". Offenbar handelt es sich vorrangig um Beziehungen,
bzw. "Liebe"...

Fazit: Ein musikalisch starkes Album, das nahtlos an die ersten Alben
der beliebten Band anknüpft. Wenn da diese komischen Texte nicht wären,
durchaus ein Anwärter auf das Album des Jahres.
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