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on a mission - ''confessions, grace + politics''
  "confessions, grace & politics" - das Album
 
on a mission - ''confessions, grace + politics (pre-release)''
  "confessions, grace & politics" - das Vorab-Release für die Medien
 

on a mission
"confessions, grace & politics"


   ( 2003 Asaph Musik )

Drei Lenze nach ihrer vielbeachteten 5-Song-CD aus dem Jahre 2000 legt das Marburger Quintett nun endlich ein komplettes Album vor. Und das Beste daran: Es hat sich gelohnt; die Frucht ist voll ausgereift und es macht Freude sie abzupflücken.

Frage eins: Wie klingt die Scheibe denn nun?
Antwort: Genau wie hochstehender Alternative-Rock, den man von guten amerikanischen und britischen Bands kennt. Also die gleiche Songwriting-Qualität wie bei den Vorbildern der englischsprachigen Hemisphäre. Natürlich kommt das alles mit einer gewissen deutschen Identität rüber. Der Sound reicht von fast schon brachialen Rockpassagen bis hin zu zahmen, "poppigen" Soli- und Gesangspassagen, wo die Funk- und Soul-Rockeinflüsse der Vorgänger-EP grüßen lassen. Alle zwölf Stücke klingen abwechslungsreich in den Arrangements; man hört bisweilen witzige Intro- und Keyboard-Effekte.

Frage zwei: Warum klingt die Scheibe so gut?
Antwort: Die Band macht eben ihr eigenes Ding, schreibt ihre eigenen Lieder und spielt sie selbst ein - nicht irgendwelche fremden Studiomusiker. Absolutes Plus: Durch zwei für die christliche Musikszene in Deutschland neue Produzenten - Uli Pfannmüller und Ralf Erkel, beide aus der säkularen Szene - kommt neues "Blut" in die Musik und die Szene. Die handwerkliche Arbeit der Band ist erstklassig und die Produktionsideen kommen an! Hinzu kommt die charakteristische, wandelbare und leistungsfähige Stimme von Frontmann Johannes Falk, die von "rauchig" bis "soulful" alles draufhat.

Die Gruppe behandelt auch ihre ganz eigenen Themen - egal, was gerade angesagt ist in der Musikwelt und was nicht. Schon der CD-Titel mit dem Signalwort "Politik" verdeutlicht das. Es gibt Aussagen, die der Band wichtig sind, und für die sie einstehen möchte. Für das eigenständige Songwriting steht besonders der Name Manuel Steinhoff, der damit eines der Markenzeichen von on a mission schuf (und weiterhin schafft!). "Whatever" (# 2) handelt von der Liebe Gottes zu uns, die bedingungslos und nicht an die Umstände gekoppelt ist. Der Text zu "drivin' me crazy" (# 3) erzählt von Glaubenszweifeln, aber ebenso dem Geheimnis und Abenteuer des christlichen Glaubens. Während "runnin' to you" (# 6) von Gott als einen Zufluchtsort spricht, geht es in "all your love" (# 4) um eine (menschliche) Liebesbeziehung. Themen mit Gesellschaftsbezug werden besonders in den beiden Titeln "tears flow right now" (# 1; Barmherzigkeit im Angesicht einer herzlosen Gesellschaft, die nur fordert) und "on my knees" (# 11; Gebet für eine Gesellschaft im Verfall) aufgegriffen. Dies alles mündet praktisch im abschließenden Lied, "have mercy" (# 12), wo es zurückgeht zur persönlichen Beziehung zu dem einen Herrn. Er wird um Gnade angefleht und eine Wiederherstellung der ersten Liebe - nur aus dieser Gnade und Motivation heraus ist ein Leben als Christ in Anbetracht vieler Probleme im Leben/ Lande möglich.

Fazit: Was lange reift, wird zu einer wohlschmeckenden Frucht. Ohne zu übertreiben, kann ich sagen, daß da der Verlag Asaph einen echten Hit an der Hand hat, denn: Es stimmt einfach alles - Songs & Sound, Liedtexte, CD-Titel und Cover-Konzept!


—David Decker für CCM-Rezis, November 2003


On A Mission wurden im Jahre 2000 für ihr damaliges Debut "New Creation" hoch gelobt und erspielte sich auf vielen Live-Konzerten die Gunst der Kritiker. Mit Spannung erwartet wurde daher das neue Album "Confessions, grace & politics". Die Missionare aus Marburg klingen auf dieser CD deutlich reifer, der Sound ist besser und das Songwriting ziemlich ausgefeilt. Stilistisch bewegt sich das ganze zwischen eingängigem Poprock bis hin zu treibenden NuRock-Sounds. Teilweise grooven die Songs ganz gut, wie z.B. "Drivin´ Me Crazy". Perfekt massentauglicher Radio-Sound eben. Charakteristisch dabei die interessant eingestreuten Synthesizer-Klänge, die immer wieder vorkommen. Was mich trotz der nahezu perfekten Musik etwas enttäuscht: Diese CD hat wenig eigene, wenig überraschende Momente, sondern sie klingt wie eine unter vielen. Textlich gesehen sprechen "On A Mission" Themen an, mit denen jeder Christ etwas anfangen kann. Hier bleibt allerdings vieles sehr oberflächlich, Tiefgang gibt es nicht wirklich. Die Lobeshymnen, die bezüglich dieses Albums gerade von Seiten des Labels gemacht wurden, sind in meinen Augen aber maßlos übertrieben! Alles in allem kann man sagen ein gutes, charttaugliches Album. Aber leider nur EINS... unter vielen.

—Tim Ziegeler für komm! 1-2004


in "amm (aktiv Musikmagazin)" November 2003:
»Unterwegs Im Zeichen Des Rock

In den letzten drei Jahren haben On A Mission insgesamt 150 Konzerte, meist im deutschsprachigen Raum, gegeben. Aber statt durch Deutschland, Österreich sowie die Schweiz, Dänemark und die Niederlanden zu touren, hätten die fünf Nachwuchsmusiker lieber ihr Debüt-Album in Angriff genommen. Doch "organisatorischer Wirrwarr und viele Unsicherheiten" brachten sie immer wieder von dieser Mission ab. 2001 stieg ihr langjähriger Wegbegleiter und Schlagzeuger Torsten Schlimme aus. Im Jahr darauf waren die Mitglieder mit etwas ganz anderem beschäftigt: Sie mussten ihr Abitur absolvieren. Daher blieb nur etwas Zeit für ein paar sporadische Festivalauftritte. Unter anderem spielten sie vor 25.000 Jugendlichen auf dem "Christival", einem christlichen Jugendkongress, der in Kassel stattfand. Das war natürlich eines der Highlights in der Karriere der fünf gläubigen Alternative Rock-Musiker. 1997 hatten sie ihren ersten größeren Auftritt im Rahmen eines Festivals vor etwa 1.500 Zuschauern. Das war natürlich nichts im Vergleich zum "Christival"-Gastspiel. Doch seinerzeit konnten sie von 110 mitgebrachten Demotapes sage und schreibe 110 absetzen. Ein beachtliches Erfolgserlebnis, wie auch der Gewinn des ersten "Independent Music Awards" im Mai 2001.

Mission, das ist das treffende Wort im Zusammenhang mit On A Mission, denn das Marburger Quintett ist "unterwegs im Zeichen des Herrn". Der Bandname ist allerdings nicht von ihrer Religion, sondern vom Kultfilm "Blues Brothers" abgeleitet. Die Blues Brothers waren nicht minder in himmlischer Mission unterwegs. Bevor es hier zu Missverständnissen kommt: On A Mission wollen niemanden zu ihrem Glauben bekehren und verstehen sich keineswegs als Wanderprediger. Dennoch stehen sie uneingeschränkt und offen zu ihrer religiösen Überzeugung. Warum auch nicht. Viele andere Bands hatten es ihnen vorgemacht, wie so etwas funktioniert.Bei der Hardrock-Band Stryper etwa. Oder Believer, die Trash-Metaller aus dem US-Underground. Nicht zu vergessen die Nu Metaller P.O.D. (Payable On Death) und die Punkrocker MxPx, die ihre Alben übrigens auf dem christlichen Punkrock-Label Tooth & Nail veröffentlichen. Es gibt zahlreiche Musiker, die sich zum Glauben bekennen. Nur bekommen das viele Hörer beziehungsweise Fans gar nicht mit.

Auch On A Mission hängen ihren Glauben nicht unbedingt an die große Glocke. Wobei Frontmann Johannes Falk auf der bandeigenen Website www.onamission.de ganz klar Stellung zu diesem Thema bezieht: "Der Glaube an Gott, an Jesus und an die Bibel ist für mich das Glaubwürdigste von allen Religionen, die die Welt und unsere Gesellschaft zu bieten hat". Das sind klare Worte. Will meinen: On A Mission mögen noch jung sein, aber die Bandmitglieder wissen ganz genau, was sie wollen und wo sie stehen. Nämlich mit beiden Beinen auf dem Boden.

Vier Jahre nach der vielversprechenden EP "New Creation" ist just ihr erstes Album erschienen. Hierauf profilieren sich On A Mission als melodische Alternative Rocker, die mitunter auch härtere Tönen anschlagen können. Falk, der vor seinem Engagement bei On A Mission in einer deutsch-schweizerischen Gospel-Gruppe sang, beherrscht unterschiedliche Gesangs-Facetten. Seine Stimme passt sowohl zu einem druckvollen Song - man höre sich zum Beispiel "Increase" oder den Ohrwurm "Drivin' Me Crazy" an - wie auch zu sehr melodischen Rock-Nummern in der Machart des Openers "Tears Flow Right Now" oder der verführerischen Ballade "Runnin' To You". Was schon beim ersten Hördurchgang auffällt: Egal, in welche Richtung sich die Stücke von On A Mission bewegen, eines ist ihnen immer gemein. Sie sind mitreißend, mit viel Gefühl und Detailverliebtheit arrangiert und umgesetzt worden, wie man sie für eine Newcomer-Band in dieser Professionalität dargeboten, selten erlebt. Nichts wurde dem Zufall überlassen.

Falk und seine nicht minder begabten Kollegen Dave und Andreas Mette (der erstgenannte der Schlagzeuger, der zweitgenannte der Gitarrist der Band), Manuel und Simon Steinhoff (der eine Bassspieler, der andere Keyboarder) hatten die Produzenten Ralf Erkel und Uli Pfannmüller für die Arbeiten an ihrem Debütalbum "Confessions, Grace & Politics" auserkoren. Beides Profis, die sich schon seit Jahren durch ihre Arbeit für bekannte deutsche Popact profiliert haben. Pfannmüller ist u.a. Mitglied des bekannten Produktionsteams "Das Kartell". Sie gaben den von der Band ausgearbeiteten Songs den Feinschliff. "Confessions, Grace & Politics" ist ein Album ohne Haken und Ösen. Alles passt zusammen. Alles ist stimmig. Die Songs kommen durch die satte und homogene Produktion bestens zur Geltung. Die vielen schweißtreibenden Stunden im Proberaum, im Studio und auf Tournee, zahlen sich nunmehr für On A Mission aus. Die Band spiegelt eine Geschlossenheit wider, wie man sie nur selten bei jungen Talenten findet.

Zehn Jahrre hat es gedauert, bis On A Mission endlich ihr Debüt-Album in den Händen halten durften. Das Warten hat sich gelohnt. Der langjährige Reifeprozess, der sicherlich noch lange nicht abgeschlossen ist, hat die unbekannte Marburger Band zu einem ernstzunehmenden Newcomer heranreifen lassen.«

—amm (aktiv Musikmagazin), 11/2003
Hinweis: Hier dargelegte Meinungen von Gastautoren müssen nicht die Meinung der CCM-Rezis-Redaktion wiedergeben.

Daten:
12 Titel / 50 Min.
Musikstil: Alternative-Rock, Modern-Rock
Label(s): 2003 Asaph Musik, Lüdenscheid
Website: http://www.onamission.de

weitere CDs - siehe on a mission-Künstlerseite >>
 


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