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Drei Lenze nach ihrer vielbeachteten 5-Song-CD aus dem
Jahre 2000 legt das Marburger Quintett nun endlich
ein komplettes Album vor. Und das Beste daran: Es hat sich gelohnt; die
Frucht ist voll ausgereift und es macht Freude sie abzupflücken. |
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On A Mission wurden im Jahre 2000 für ihr damaliges Debut "New Creation" hoch gelobt und erspielte sich auf vielen Live-Konzerten die Gunst der Kritiker. Mit Spannung erwartet wurde daher das neue Album "Confessions, grace & politics". Die Missionare aus Marburg klingen auf dieser CD deutlich reifer, der Sound ist besser und das Songwriting ziemlich ausgefeilt. Stilistisch bewegt sich das ganze zwischen eingängigem Poprock bis hin zu treibenden NuRock-Sounds. Teilweise grooven die Songs ganz gut, wie z.B. "Drivin´ Me Crazy". Perfekt massentauglicher Radio-Sound eben. Charakteristisch dabei die interessant eingestreuten Synthesizer-Klänge, die immer wieder vorkommen. Was mich trotz der nahezu perfekten Musik etwas enttäuscht: Diese CD hat wenig eigene, wenig überraschende Momente, sondern sie klingt wie eine unter vielen. Textlich gesehen sprechen "On A Mission" Themen an, mit denen jeder Christ etwas anfangen kann. Hier bleibt allerdings vieles sehr oberflächlich, Tiefgang gibt es nicht wirklich. Die Lobeshymnen, die bezüglich dieses Albums gerade von Seiten des Labels gemacht wurden, sind in meinen Augen aber maßlos übertrieben! Alles in allem kann man sagen ein gutes, charttaugliches Album. Aber leider nur EINS... unter vielen. |
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in "amm (aktiv Musikmagazin)" November 2003: »Unterwegs Im Zeichen Des Rock In den letzten drei Jahren haben On A Mission insgesamt 150 Konzerte, meist im deutschsprachigen Raum, gegeben. Aber statt durch Deutschland, Österreich sowie die Schweiz, Dänemark und die Niederlanden zu touren, hätten die fünf Nachwuchsmusiker lieber ihr Debüt-Album in Angriff genommen. Doch "organisatorischer Wirrwarr und viele Unsicherheiten" brachten sie immer wieder von dieser Mission ab. 2001 stieg ihr langjähriger Wegbegleiter und Schlagzeuger Torsten Schlimme aus. Im Jahr darauf waren die Mitglieder mit etwas ganz anderem beschäftigt: Sie mussten ihr Abitur absolvieren. Daher blieb nur etwas Zeit für ein paar sporadische Festivalauftritte. Unter anderem spielten sie vor 25.000 Jugendlichen auf dem "Christival", einem christlichen Jugendkongress, der in Kassel stattfand. Das war natürlich eines der Highlights in der Karriere der fünf gläubigen Alternative Rock-Musiker. 1997 hatten sie ihren ersten größeren Auftritt im Rahmen eines Festivals vor etwa 1.500 Zuschauern. Das war natürlich nichts im Vergleich zum "Christival"-Gastspiel. Doch seinerzeit konnten sie von 110 mitgebrachten Demotapes sage und schreibe 110 absetzen. Ein beachtliches Erfolgserlebnis, wie auch der Gewinn des ersten "Independent Music Awards" im Mai 2001. Mission, das ist das treffende Wort im Zusammenhang mit On A Mission, denn das Marburger Quintett ist "unterwegs im Zeichen des Herrn". Der Bandname ist allerdings nicht von ihrer Religion, sondern vom Kultfilm "Blues Brothers" abgeleitet. Die Blues Brothers waren nicht minder in himmlischer Mission unterwegs. Bevor es hier zu Missverständnissen kommt: On A Mission wollen niemanden zu ihrem Glauben bekehren und verstehen sich keineswegs als Wanderprediger. Dennoch stehen sie uneingeschränkt und offen zu ihrer religiösen Überzeugung. Warum auch nicht. Viele andere Bands hatten es ihnen vorgemacht, wie so etwas funktioniert.Bei der Hardrock-Band Stryper etwa. Oder Believer, die Trash-Metaller aus dem US-Underground. Nicht zu vergessen die Nu Metaller P.O.D. (Payable On Death) und die Punkrocker MxPx, die ihre Alben übrigens auf dem christlichen Punkrock-Label Tooth & Nail veröffentlichen. Es gibt zahlreiche Musiker, die sich zum Glauben bekennen. Nur bekommen das viele Hörer beziehungsweise Fans gar nicht mit. Auch On A Mission hängen ihren Glauben nicht unbedingt an die große Glocke. Wobei Frontmann Johannes Falk auf der bandeigenen Website www.onamission.de ganz klar Stellung zu diesem Thema bezieht: "Der Glaube an Gott, an Jesus und an die Bibel ist für mich das Glaubwürdigste von allen Religionen, die die Welt und unsere Gesellschaft zu bieten hat". Das sind klare Worte. Will meinen: On A Mission mögen noch jung sein, aber die Bandmitglieder wissen ganz genau, was sie wollen und wo sie stehen. Nämlich mit beiden Beinen auf dem Boden. Vier Jahre nach der vielversprechenden EP "New Creation" ist just ihr erstes Album erschienen. Hierauf profilieren sich On A Mission als melodische Alternative Rocker, die mitunter auch härtere Tönen anschlagen können. Falk, der vor seinem Engagement bei On A Mission in einer deutsch-schweizerischen Gospel-Gruppe sang, beherrscht unterschiedliche Gesangs-Facetten. Seine Stimme passt sowohl zu einem druckvollen Song - man höre sich zum Beispiel "Increase" oder den Ohrwurm "Drivin' Me Crazy" an - wie auch zu sehr melodischen Rock-Nummern in der Machart des Openers "Tears Flow Right Now" oder der verführerischen Ballade "Runnin' To You". Was schon beim ersten Hördurchgang auffällt: Egal, in welche Richtung sich die Stücke von On A Mission bewegen, eines ist ihnen immer gemein. Sie sind mitreißend, mit viel Gefühl und Detailverliebtheit arrangiert und umgesetzt worden, wie man sie für eine Newcomer-Band in dieser Professionalität dargeboten, selten erlebt. Nichts wurde dem Zufall überlassen. Falk und seine nicht minder begabten Kollegen Dave und Andreas Mette (der erstgenannte der Schlagzeuger, der zweitgenannte der Gitarrist der Band), Manuel und Simon Steinhoff (der eine Bassspieler, der andere Keyboarder) hatten die Produzenten Ralf Erkel und Uli Pfannmüller für die Arbeiten an ihrem Debütalbum "Confessions, Grace & Politics" auserkoren. Beides Profis, die sich schon seit Jahren durch ihre Arbeit für bekannte deutsche Popact profiliert haben. Pfannmüller ist u.a. Mitglied des bekannten Produktionsteams "Das Kartell". Sie gaben den von der Band ausgearbeiteten Songs den Feinschliff. "Confessions, Grace & Politics" ist ein Album ohne Haken und Ösen. Alles passt zusammen. Alles ist stimmig. Die Songs kommen durch die satte und homogene Produktion bestens zur Geltung. Die vielen schweißtreibenden Stunden im Proberaum, im Studio und auf Tournee, zahlen sich nunmehr für On A Mission aus. Die Band spiegelt eine Geschlossenheit wider, wie man sie nur selten bei jungen Talenten findet. Zehn Jahrre hat es gedauert, bis On A Mission endlich ihr Debüt-Album in den Händen halten durften. Das Warten hat sich gelohnt. Der langjährige Reifeprozess, der sicherlich noch lange nicht abgeschlossen ist, hat die unbekannte Marburger Band zu einem ernstzunehmenden Newcomer heranreifen lassen.« |
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| Hinweis: Hier dargelegte Meinungen von Gastautoren müssen nicht die Meinung der CCM-Rezis-Redaktion wiedergeben. | |||||||||||
Musikstil: Alternative-Rock, Modern-Rock Label(s): 2003 Asaph Musik, Lüdenscheid Website: http://www.onamission.de |
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