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 Narnia
"the great fall"

( 2003 Nuclear Blast, MCM Music
/ Asaph Musik )
Die Schweden setzen ihr drittes Projekt von vor zwei
Jahren nahtlos mit diesem neuen Opus fort: hohe Spielfreude gepaart mit
erstklassigen Songs und professionellen Arrangements. Wie beim Vorgänger,
so gibt es auch dieses Mal lediglich neun Songs zu hören, davon kann
man noch ein Intro ("war preludium") und zwei Instrumentalstücke
abziehen - bleiben also ganze sechs "echte" Lieder...

"The great fall" ist eine Art Konzeptalbum geworden, wo es inhaltlich
um das menschliche Schicksal geht. Titel 1-5 bilden den ersten Teil, der
sich mit dem Zustand der gefallenen Welt heute und dem einzelnen Menschen
darin beschäftigt. "Innocent blood" (# 5) ist ein Hilfeschrei
an Gott. Im zweiten Teil von Titel 6-9 geht es um das Gericht nach dem
symbolischen Zusammenbruch (Instrumentalstück "ground zero",
# 6). Abgeschlossen wird das Werk mit dem 14minütigen Akt "the
great fall of man" - in jeder Hinsicht Zusammenfassung und Fazit
der Platte. Wahnsinn! Die Texte bieten viel Stoff zum Nachdenken und sind
eine Einladung an den Hörer, sie genau zu studieren und "in
sich zu gehen", um sich die Frage nach dem Sinn des Lebens neu zu
stellen. Denn das Ende der Welt ist nahe, Erlösung gibt es nur bei
Jesus Christus, wie aus dem Zusammenhang der Stücke deutlich wird.

Wie gehabt hat die Band um Frontmann und Gitarrist
Carl Johan Grimmark alle Texte und Melodien selbst geschrieben. Der Meister
selbst hat dann auch gleich noch selbst produziert. Musikalischer Gast
ist übrigens Eric Clayton von Saviour
Machine - sozusagen als Ausgleich für Carl Johan, der auf der
letzten Studioplatte von Erics Band an der Gitarre aushalf. Musikalisch
gibt es gewohnte Narnia-Qualität, ähnlich wie auf den anderen
drei Alben der Band. Alle Songs sind rockig und kraftvoll, aber auch mit
experimentellem Einschlag.

Fazit: Schade, daß es wieder nur neun Tracks geworden sind, aber
die ohne Zweifel sehr gut. Für alle Freunde des klassischen Metal
praktisch ein neuer Pflichtkauf!
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