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 Liz
Mitchell
"a christmas rose"

( 2000-01 Dove House Rec.; GMI
/ Asaph Musik )
Liz Mitchell - diesen Namen werden sicher einige Leute
kennen. Sie war und ist die Frontsängerin der säkularen Gruppe Boney M..
Seit einigen Jahren ist sie nun auch solo unterwegs und hat bereits zwei
Soloalben veröffentlicht. Im Jahr 2000 folgte dann das dritte, ein Weihnachtsalbum.
In diesem Jahr wurde selbiges nun für den christlichen Markt durch GMI/Asaph
lizenziert. Aber halt, Liz von Boney M. auf dem christlichen Markt, geht
das in Ordnung? Ja, es geht. Liz ist Christ, 1998 hat sie sich taufen
lassen. Mehr über ihr Leben und ihren Glauben enthält unser Feature-Artikel.

Das Album steht durchaus in der Tradition ihrer Band, es wurden einige
ältere Stücke und sogar das typische Boney M.-Weihnachtsmedley neu eingespielt.
Auch ist der Sound richtig schön poppig, eben "Easy Listening", melodisch-eingängig.
Der Titelsong und "I want to to go to heaven" wurden von Liz neu geschrieben,
und beide sind sehr gut, auch inhaltlich! Herausragend sind ebenfalls
"Mary's boy child / oh my Lord" (# 3) und "Lord's Prayer" (# 8; das Vaterunser).
"Feliz Navidad" (# 10) ist nicht überraschend der fetzigste Titel der
Platte, fast schon Reggae ist das. Kritisieren will ich, daß die Arrangements
manchmal etwas zu seicht sind, Synthesizer & Co. stehen oftmals zu sehr
im Vordergrund. Einige handgespielte, akustische Instrumente hätten der
Scheibe einen hochwertigen Touch verliehen. So bleibt eher Mainstream-Radiodurchschnitt.
In der Musik sticht natürlich besonders Liz' Stimme hervor, die wirklich
das größte Kapital dieser Scheibe ist. Ihre soulige, füllige, sehr wandlungsfähige
Stimme führte damals ihre "Hit-Gruppe" zu ungeahnten Erfolgen und etablierte
sich quasi als Markenzeichen. Auf dieser CD knüpft sie daran an. Produziert
hat übrigens Liz selbst, zusammen mit ihrem Ehemann Thomas Pemberton.

Leider sind keine Liedtexte im Booklet abgedruckt. Wir bieten deshalb
exklusiv auf dieser Seit eine Acrobat/PDF-Datei
mit allen Lyrics an. Liz liegt etwas daran ihren Glauben durch die
Texte zu bekennen. Dies gelingt glaubwürdig. Sie singt von Ihrem Herrn
und betet Ihn an, zum Beispiel mit dem Vaterunser. Natürlich steht auf
dieser Weihnachtsplatte Jesu Geburt im Vordergrund, die Mehrheit der Texte
befaßt sich damit. Ob im Medley ein "Leise rieselt der Schnee" wirklich
sein mußte, bleibt fraglich. Es wirkt eher wie ein inhaltlicher und sprachlicher
Fremdkörper, so sehr ich auch begrüße, daß ausländische Künstler sich
der deutschen Sprache widmen.

Fazit: Eine klasse CD, die fröhliche Stimmung verbreitet und sicherlich
die Freunde von gefälligem, leichtem Pop ansprechen dürfte.
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