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 Lisa
McClendon
"soul music"

( 2003 Integrity Gospel / Asaph
Musik )
Lisa hat bereits 2002
auf dem Independent-Weg ihr Debütalbum herausgebracht, welches unter
den Kennern guter Soulmusic bereits als absoluter Geheimtip galt. Inzwischen
ist sie bei dem neugegründeten Imprint von Integrity und Sony, "Integrity
Gospel", unter Vertrag und ihre neue CD ist ein wahrer Oberhammer
geworden!

"Soul music" ist dabei der perfekte Titel, denn die Musik ist
reinster Soul, angefangen bei der Stimme, den groovenden Arrangements
und den Themen der Lyriks. Verglichen wird Lisa gleich mit vielen klangvollen
Namen, etwa Lauryn Hill, Macy
Gray und gar Norah Jones. Aber ihre neue Platte ist in erster Linie sie
selbst - ihre ganz eigene Leistung. Lisa bringt frischen Wind in die christliche
Soul-Szene! Sie verarbeitet Einflüsse von Blues, Jazz und natürlich
Soul, Soul, Soul. Schön sind die akustischen Instrumente, die immer
wieder durchscheinen - garniert mit urbanen Beats entsteht dabei eine
raffinierte Mixtour, die wirklich zeitlos klingt.

Den meisten Stücken auf der Platte ist ein fröhlicher, urbaner
Groove eigen sowie gute Refrains. Von der Ausführung her vielleicht
noch am ehesten mit Debra Killings' neuer CD "surrender" sowie
der selbstbetitelten CD von Stacie
Orrico (2003, Forefront/Virgin) vergleichbar. "Breathe"
(# 4), im Original von Marie Barnett, wird hier eine ganz neue Dimension
verliehen, die den die meisten Aufnahmen aus dem Bereich der Worship-Musik
versagt bleibt, weil dort diese Atmosphäre und musikalische Qualität
nicht erreicht wird. Einzig die vielen Wiederholungen des Verses trüben
etwa den guten Eindruck. Trotzdem, für mich die neue Referenz für
diesen Titel. Und dann ist da der Titelsong "soul music" (#
2): Eine megageniale Hymne über das Selbstverständnis von Soulmusik
und christlichem Glauben. Kreativ, originell und trotzdem ein radiogeeigneter
Smash-Hit! Ich sage nur noch: Song des Jahres?!

Die
Texte sind ein echter Hort der Kreativität. Lisa und ihr Kompositionspartner
Maurice Henderson verbinden auf unschlagbare Art ihr Lebensgefühl,
Zeitgeist und den zeitlosen christlichen Glauben miteinander und missionieren
so ganz unauffällig, jedoch wirksam. "Hey now" (# 1) knallt
beim Zuhörer gleich zur Tür rein und erzählt ihm, wie super
der Tag ist, den der Herr gemacht hat. In "grace, grace, grace"
(# 6) wird Gottes große Gnade und Barmherzigkeit besungen - diesem
Ruf des Himmels kann und sollte man folgen, meint Lisa. Auf das notwendige
Gotteslob weist "go" (# 9) hin, aber auch darauf, daß
der Herr für viele Menschen tatsächlich die letzte Hoffnung
ist. Ungewöhnlich, weil selten, auch der Text von "old school"
(# 7), wo die US-Amerikanerin zurückblickt und dankbar wird für
ihre Gemeinde, die "Sonntagschule", andere Christen - alle haben
ihre Basis im Glauben gelegt, und dadurch das Neue in Christus möglich
gemacht - und natürlich auch viele Erinnerungen geschaffen. Ein würdiger,
gleichzeitig heiliger, Abschluß dieser hochstehenden geistlichen
Dichtung ist "you are holy" (# 15), wo Lisa bekennt, daß
es ihr ein Vorrecht und eine Ehre ist, die Heiligkeit ihres Herrn im Lied
zu feiern! Eines wird immer deutlich in den Lyriks: Sie sind echt, kommen
also von Herzen und erzählen aus dem christlichen Leben viele interessante
Geschichten, die die Botschaft reflektieren.

Fazit: Selten überrascht mich eine Platte so wie die von Lisa
McClendon - einfach geniale Musik, ein Glanzpunkt für die christliche
Musikszene. Das vorliegende Album ist für alle Liebhaber von gutem
Akustik-Soul ein "Muß"!
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