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 Lifehouse
"stanley climbfall"

( 2002 DreamWorks, Universal /
'Plattenläden' )
in "amm (aktiv Musikmagazin)" Oktober
2002:
»Lifehouse - Dezenter Flirt mit dem
Pop

"Das Beste, was du tun kannst, ist auf Tour zu gehen. Erstens lässt dich
das nicht abheben, weil du viel zu kaputt dazu bist. Und zweitens musst
du hart arbeiten, anstatt dich auf deinem Hit auszuruhen", gibt sich Frontmann
Jason Wade betont bescheiden. Denn mit dem Debüt
'No Name Face' schaffte das kalifornische Trio um den Sänger, Gitarristen
und Songwriter im vergangenen Jahr auf Anhieb einen Mega-Seller, der prompt
doppelt mit Platin veredelt wurde und mit "Hanging By A Moment" dazu einen
echten Single-Hit enthielt.

Zusammen mit Bassist Sergio Andrade, Schlagzeuger Rick Woolstenhulme und
dessen Bruder und Gitarrist Sean schrieb der 22-Jährige nun den Nachfolger
'Stanley Climbfall' – ein Wortspiel um den bedeutungsschwangeren Sinnspruch
"Stand, Climb and Fall". Soll heißen: Wer hoch fliegt, kann auch tief
fallen. Und mit dem Fallen hat Wade schmerzliche Erinnerungen. Als Kind
ließen sich die Eltern scheiden, Wade wuchs bei der Mutter in Seattle
auf, mit einer Menge Narben auf der Seele, Douglas Couplands Kultbuch
"Generation X" unterm Kopfkissen und den Vertretern des Grunge-Rock im
Ohr. "Ich mache gar kein Geheimnis daraus, dass ich von Nirvana, Soundgarden
und Pearl Jam beeinflusst bin. Aber ich zeige diesmal auch eine zweite
Seite in meinem Songwriting, nämlich die Einflüsse von Elliott Smith,
den Beatles und Simon & Garfunkel." Tatsächlich flirten Lifehouse dezent
mit dem Pop, auch wenn auf dem Album eine latente Melancholie vorherrscht,
was Wade zum Diskurs um "die Schönheit in der Traurigkeit" führt. Eine
These, die schon Billy Corgan von den Smashing Pumpkins vertrat. "Wenn
ein Song offensichtlich fröhlich klingt, wirkt das schnell oberflächlich
und blöd", sagt Wade. Und wer will das schon?«
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