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 LaRue
"transparent"

( 2000-01 Reunion Records / Gerth
Medien )
Wenn ein LaRue-Kenner mit der Einstellung, daß Weiterentwicklungen
gut und wichtig für junge Bands sind, an diese CD herangeht, kann er eigentlich
nicht enttäuscht werden. Denn der Sound der sympathischen Geschwister
Phillip und Natalie LaRue, die sich 1999 mit ihrem
Debüt als Verkaufsschlager entpuppten, hat sich verändert. Die Platte
"LaRue" war vom Sound her eingängiger und zurückhaltender (weil ja
erst Debüt). Doch überraschten sie schon damals durch ihren eigenen Stil,
so tun sie es auch diesmal.
Bestärkt durch den Erfolg hatten sie bei der Entwicklung von "Transparent"
mehr Mut für Experimente und ausgefallene Einfälle, die die Platte vielfältiger,
gewagter und alternativer machen. Anfangs wirkt das noch ungewohnt, doch
es steht LaRue. In astreinen Rock-Songs wie "Theory of flight", "Wake
up" oder "I can't sing" harmonieren die Stimmen der Geschwister unheimlich
gut miteinander und auch, wenn sie mal "gegeneinander" singen. Die beiden
klingen noch besser und leistungsfähiger als bereits auf dem Debüt. Daß
vor allem Nat sich gemausert hat, beweist sie in der großartigen Klavierballade
"Brianna's song" und in der recht unkonventionellen Ballade "Fallen for
you".
Auch bezüglich der Texte haben LaRue sich geändert. Handelten die 99er-Songs
hauptsächlich von für Teenies verständlichen Themen, so sind die neuen
Texte eher persönlicher und "theologischer" Art. Gedanken über eine intime
Beziehung zu Gott, die Sehnsucht nach kindlichem Glauben und Gottes für
uns notwendige Gnade sind ebenso Inhalte der Songs, wie Nat's und Phil's
Familie, ihr altes Zuhause Kalifornien, ehemalige Beziehungen und auch
ein Rückblick auf ihr kurzes Leben fehlt nicht. Allerdings ist all dies
oft nicht sofort erkennbar und zu verstehen, da die Lyrics sehr kunstvoll
und (für den Hörer) versteckt geschrieben wurden - doch es gibt Verständnis-Hilfe
- und zwar hier!
Mein intelligentes Fazit: "Anders" heißt nicht "schlechter", sondern eben
"anders"...
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