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Carola Laux - ''Deine Handschrift''Carola Laux
"Deine Handschrift"


   ( 2006 Gerth Medien )

»Als Sängerin bin ich ein bißchen wie eine Geschichtenerzählerin. Wenn ich meine Songs schreibe, erinnere ich mich an kleine und große Erlebnisse und versuche sie möglichst lebendig auszudrücken. Ich schreibe meine Geschichten auf und merke dann oft, wie Gottes Handschrift mehr und mehr darin sichtbar wird.«

»Ich empfinde meine Berufung von Gott, eine Ermutigerin zu sein. Ich wünsche mir, dass Gott Christen und Nichtchristen durch meine Songs erreicht und 'seine Handschrift' in ihrem Leben sichtbar wird.«


~ Carola Laux über das vorliegende Werk und ihre Passion

Die neueste Schriftprobe von beiden/m liegt jetzt vor: Carola Laux präsentiert Geschichtenlieder oder Liedgeschichten. Wie man will. Für mich gehört das Werk in die Kategorie "Trostalbum", denn es erzählt von Situationen und Empfindungen, die auch dem Hörer schnell vertraut vorkommen werden. Ziel erreicht also.So schnell sind wir aber dann noch nicht fertig, denn die Art und Weise, wie Carola Laux dieses Ziel erreicht ist schon beeindruckend. War bereits der vorherige Opus "wundermild" (2003, hänssler music) ein Sammelsurium an kreativen Songideen und Glaubensausdrücken, so findet das ganze hier eine willkommene Fortsetzung. Die Liedpoetin behält ihren bereits von "wundermild" bekannten lyrischen und "brüchigen" Textstil bei. Gewisse Stolpersteine führen den Zuhörer ins Nachgrübeln und machen es möglich, daß die Liedgeschichten sich für längere Zeit festhaken. Oder sie konfrontieren ein wenig, wie etwa "brich dein Schweigen" (# 9), wo eine Zeile lautet: »[...] tritt für mich ein, mein Gott, ich kann dich nur beschwörn.« Gleich zu Beginn vereinnahmt "Kind der Hoffnung" und stellt Selbstzweifel zurück, diese von Anfang bis Ende durchgehaltene Textperspektive begeistert. "Verlorener Sohn" erschien bereits - allerdings von Jo Jasper (vormals als 'ProJoe' bekannt!) - auf der 2006er ProChrist-CD, doch hier entfaltet das Stück noch mehr Atmosphäre und eine feinere Melodik.

Analogien zum legendären "Auge im Sturm" eines Martin Pepper weckt das zarte "ich suche deine Ruhe" - textlich und irgendwie auch musikalisch. Im Grunde bringt die Kernaussage ein (geistliches) Problem unser heutigen Zeit auf den Punkt: Wir suchen Gott nicht mehr in der Stille. Dabei behält das Beschenkt-werden in Gottes Zeitmaßen ungeahnten Segen in sich. Weitere Analogien weckt das Lied "Psalm 139" - zu den Stücken "nähme ich Flügel der Morgenröte" des Komponisten Gilbrecht Schäl (bekannt durch "Wiedenester Jugendlieder") und "wohin sollt' ich gehn" von Eckart zur Nieden/ Anja Lehmann. Alle drei eint der Bibelbezug, das Thema sowie manche Formulierung... Das "Abendlied" ist ein fröhliches aber auch nachdenkliches "Fazit-Lied": "Ich hab ein Lächeln heut gesehn, / zwei Menschen, die sich neu verstehn. / So mancher Stein vom Herzen fiel. / Am Ende war's ein gutes Gefühl.", heißt es im Refrain. Wie erfreulich ist doch die Kraft der Versöhnung!

Verpackt sind die kleinen Liedgeschichten in beherzt arrangiertem Jazz-Pop, wunderbar produziert von Wolfgang Zerbin. Carolas Mann Andreas spielte Saxophon, Querflöte und Klarinette, Klaus Bittner die Akustikgitarren, Helmut Kandert die Percussion, Ralf Hübner Violine, Corinna Salow Cello sowie der Produzent selbst Flügel und Keyboards. Die feine Instrumentierung und die anspruchsvollen Arrangements wirken erst so richtig nach mehreren kompletten Durchläufen der CD, unterstreichen aber eindrücklich deren Qualität. Wer zum Beispiel die Gruppe in motion - ebenfalls mit Wolfgang Zerbin - kennt oder Sarah Kaisers "Jazz-Soul" mag, dürfte hier voll auf seine Kosten kommen ;-). Solch ein Klangbild ist eher ungewohnt für die christliche Musiksparte im deutschsprachigen Gebiet, und nicht nur deswegen eine notwendige Bereicherung. – Meine Anspieltips sind "Sehnsucht" (# 8), "verlorener Sohn" und "ich suche deine Ruhe" (# 12). Übrigens, nach dem Schlußtitel erklingt nach längerer Pause noch der versteckte Bonus-Track: eine Strophe von "schönster Herr Jesu" im Akustik-Gewand!

Fazit: "Deine Handschrift" ist eine musikalisch wie dichterisch sehr anspruchsvolle aber auch sehr schöne (und hübsch verpackte!) CD. Man kann ihr nur viele Einsätze zur Besinnlichkeit und Ermutigung wünschen. Und der herausgebenden Künstlerin weiterhin ein segensreiches Liederschreiben, wo auch weiterhin die "Handschrift Gottes" durch sie sichtbar wird.


—David Decker für CCM-Rezis, Februar 2006

Daten:
12 (13) Titel / 52 Min.
Musikstil: Pop-Jazz, Folk, Liedermacher
Label(s): 2006 Gerth Medien, Asslar
Website: http://www.carolalaux.de

Wo kaufen?:
bestellen im Gerth-Shop...

weitere CDs - siehe Carola Laux-Künstlerseite >>
 


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