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The Kry
"let me say"

( 2000 Freedom Records / Asaph
Musik )
The Kry kommen aus Kanada und wirken dort hauptsächlich
in der französischsprachigen Provinz Quebec. Ihr Hauptanliegen ist es,
die Jugend dort mit dem Evangelium zu erreichen. Dazu sind sie oft auf
Tour und haben auch schon einige starke Rockalben (inklusive einem unplugged-Werk!)
in den 90er Jahren veröffentlicht.
Ihr neuestes Album gefällt mir persönlich bisher am Besten in ihrer Discographie.
Relaxter Rock mit sehr starken Texten verpackt mit guter Aufmachung. Da
wären wir beim Stichwort: blättert man durch's Booklet fällt einem der
Spruch "life is so much more than what you think it is" auf Seite eins
auf, der zum ersten Lied gehört. Auf Seite zwei sieht man einen alten
Lada (= Fiat russischer Bauart), mit einem Aufkleber "The Devil is a liar"
- das Lied dazu heißt "God says". Schön ist, daß zu jedem Text Bibelstellen
angegeben sind, so fällt eine Vertiefung leichter. Weiter hinten sieht
man dann noch das Foto eines Mädchens - Cassie Bernall, die beim Littleton-Attentat
im April 1999 ums Leben kam. Nachdem sie sich bekehrt hatte, war ihre
Lieblingsgruppe The Kry gewesen. Diese nun haben der Märtyrerin ein Lied
gewidmet - "Cassie's song (whatever it takes)" (# 10). Dort geht es darum,
den eigenen Glauben zu bekennen, egal wie hoch der Preis gerade ist. Eine
bewegende Ballade. Die anderen Texte drehen sich beispielsweise um das
Gesetz der (Nächsten-) Liebe (# 3), um die Größe und Weite der Liebe Gottes
(# 4), um Hoffnung (# 8) und das Lob Gottes (# 7).
Bei der Musik wechselt sich fetziger Rock mit ruhigen Balladen ab. Die
ersten beiden Titel legen schon gut los. Titel drei ("the law of love")
hat Radioqualitäten und Nummer fünf einen richtig coolen 'Drive'. "Our
God reigns" (# 7) ist eine Adaption des altbekannten Worship-Liedes. Hier
ist es eine gute Rocknummer geworden, mit einer etwas geänderten Melodieführung
und leicht überarbeitetem Text. Das letzte Stück hat es auch noch einmal
in sich. Zuerst kommt die bereits erwähnte Ballade für Cassie, dann kommt
nach ca. zwei Minuten Pause so was wie eine "Predigtpassage", die dann
relativ schnell in eine kurze Acapella-Version von "amazing grace" übergeht.
Fazit: Ein Rockalbum, daß überzeugt, weil es nicht aufgesetzt klingt,
sondern ehrlich. Mit den Texten werden missionarische Akzente gesetzt.
Da die CD aber gleichzeitig auch bei ihren ruhigeren Tönen berührt und
überzeugt, ist sie somit ideal zum Nachspielen auf offenen Abenden mit
der Jugendgruppe, oder auch, um sich den Frust an miesen Tagen nehmen
zu lassen... (z.B. auch der Hilferuf Jeremia 33,3 unter dem CD-Tray...)
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