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Sarah Kelly - ''take me away''
  "take me away" - das Album.
 
Sarah Kelly - ''take me away'' (pre-release)
  "take me away" - das Vorab-Release für die Medien
 

Sarah Kelly
"take me away"


   ( 2004 Gotee Records / Gerth Medien )

Es gibt den frommen Jill-Club (Phillips, Paquette, Parr) und den Sara(h)-Club (Masen, Groves, Jahn, Paulson, Sadler, Brendel, Kaiser), letzteren mit Neumitglied Sarah Kelly ;-) Doch Spaß beiseite, wichtiger als der Name sind Musik und Inhalte. Und da hat Sarah ohne Zweifel einiges zu bieten: Nach ihrem Duett mit TobyMac auf dem 2004er U2-Tribute-Album "in the name of love" legte sie nun ihr Debütalbum vor. Bereits im letzten Jahr war von ihrer neuen Plattenfirma Gotee Records eine erste EP als Appetitanreger veröffentlicht worden.

Mit einigen der oben genannten Mädels hat Frau Kelly einiges bei ihrem Musikstil gemein: kernigen, gitarrenbasierten Rock. Die Lieder gehen gut ab, haben ein rauhes Feeling, welches öfters an die einstige Labelgefährtin Jennifer Knapp erinnert. Nach vorn treibende Arrangements und die hohe, dennoch kraftvolle, wandlungsfähige Stimme, die alles zusammenhält. Sie klingt bisweilen sehr "schmutzig", eben rockig... Produziert wurde "take me away" von Sarahs langjährigem Bekannten Jeremy Hunter. Der ist Studiotechniker und war eins Baßgitarrist bei All Star United (während der Zeit des Albums "revolution"). Matt Payne (Schlagzeug, Percussion) und Mike Payne (Gitarren) von der letzten ASU-Besetzung haben die Lieder auch gleich mit eingespielt - neben einigen anderen Studiomusikern...

Musikalisch abwechslungsreich gemacht, ist es keine Seltenheit, daß man schnell die "Repeat"-Taste drückt, nachdem das Album durchgelaufen ist. So ging es mir, und zuvor vielen meiner Mitrezensenten. Manchmal ist es besser "nur" zehn gute Lieder auf eine CD zu pressen, als noch zusätzliche Füller. Sarahs Debütalbum gehört zu diesen besonderen Scheiben, deshalb sind für mich auch alle Lieder Anspieltips! Und: Ich hoffe, daß man von dieser außergewöhnlichen Stimme in Bälde noch mehr hören wird.

Gut die Hälfte der Lieder hat Sarah allein geschrieben, den Rest mit den Musikerkollegen. Ihr gelingt es mit einfachen, schlichten Texten große Gedanken auszudrücken. Vielfach haben die Liedtexte Worship-Charakter, doch insgesamt gesehen bleibt es schon noch eine Rockplatte... Thematisch handeln die zehn Songs besonders von leidenschaftlicher Hingabe an Gott: Das Leben für Ihn hinzugeben, alles andere verliert dabei an Bedeutung. "Life is" (# 5) ist ein tiefer Ausdruck von Dankbarkeit gegenüber Gott, darin heißt es: »[...] und jetzt weiß, was Leben ist, ich will Dir einfach danken, daß Du mir vertraut hast, neben mir standest«. Eine sehnsüchtige Bitte um Vergebung ist "please forgive me" (# 7), während "faithful Father" (# 8) eine Hymne an Gottes Treue ist. Und beide Themen stehen ja auch in engem Zusammenhang! Ein metaphorischer Abschluß ist "all I see", eine Anbetungsballade, die sowohl für jetzt und hier als auch auf die Ewigkeit hin auslegbar ist. Wenn wir auf Gott und Seinen Sohn blicken, wird alles andere bei uns unwichtig: »Du bist alles, was ich sehe. Die Welt vergeht. Von ganzem Herzen und mit ganzer Seele und mit ganzem Verstand und ganzer Kraft bete ich dich an.«

Fazit: "Take me away" ist deshalb so eine gute Platte geworden, weil sie nur auf das Wesentlichste Wert legt: gut geschriebene inhaltsschwere Lieder, eine tolle Stimme und gitarrenorientierten Rocksound. Nicht mehr und nicht weniger. Wer guten akustischen Alternative-Rock mag, sollte hier dranbleiben!


—David Decker für CCM-Rezis, Dezember 2004

Daten:
10 Titel / 41 Min.
Musikstil: Alternative-Rock
Label(s): 2004 Gotee Records, USA / Gerth Medien, Asslar; online
Website: http://www.sarahkelly.com  /  bei myspace

Wo kaufen?:
bestellen im Gerth-Shop...

weitere CDs — siehe Sarah Kelly-Künstlerseite >>
 


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