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Phil Keaggy - ''inseparable''Phil Keaggy
"inseparable"


   ( 2000 Word Artisan / bv-music )

So, der Phil - der Keaggy -, der hat wieder mal eine CD draußen. Die wievielte eigentlich in diesen ganzen Jahren? Ich weiß es nicht und habe momentan auch keine Lust nachzuzählen. Was ich aber versuchen will, ist, eine Rezi zu schreiben ohne die ganzen "Vorurteile" und standardisierten Phrasen zu diesem Mann. Auf den Versuch kommt es ja an...
So, und los geht es mit der Musik: Man bekommt auf dem Album meist sehr ruhigen, entspannten gitarrenorientierten Pop-Rock zu hören, der vielfach radiogeeignet scheint (vom Klangspektrum her). Insgesamt dominiert eine träumerische, positive Grundstimmung, nur manchmal wird es leicht melancholisch. Phil allein hat die ganze CD produziert und kann so mit Recht behaupten, daß es sein Sound ist. Neben der Gitarre hat Er auch noch fast alle anderen Instrumente, wie zum Beispiel Percussion eingespielt. Eingeführt wird die CD von einem klassisch angehauchten Instrumental, und auch am Schluß tauchen solche Klänge noch zweimal vor dem letzten Lied auf.
Textlich geht es an einigen Stellen recht tief. Drei Lieder wurden von Bibeltexten ausgehend geschrieben, eines wurde von Büchern von C.S.Lewis und Oswald Chambers inspiriert. Interessant ist, daß Phil einen Großteil der Texte selbst geschrieben hat. Natürlich haben ihm aber auch Freunde geholfen, so unter anderem Paul Field. Bei den Aussagen geht es um sehr viele Dinge, da kommen die Leiden/Durstrecken im Glaubensleben zur Sprache, da wird von den Segnungen Gottes gesprochen, genauso wie von Seinem Erbarmen. Aber auch die obligatorischen Love-Songs - menschlich, wie geistlich - kommen nicht zu kurz. Ansonsten geht es auch um das Leben ganz allgemein. Alles in guter lyrischer Qualität, das Songwriting ist auf hohem Niveau. Was ich nicht ganz verstehe, ist, warum Phil das Lied "motor of love" von Paul McCartney gecovert hat. Hier hätte er locker auch etwas Eigenes hinbekommen!
Negativpunkte sind aus meiner Sicht: Ganz allgemein hat man manches Mal den Eindruck als würde der Sound nur so vor sich hinplätschern... Das sollte man jetzt aber nicht zwingend negativ sehen: am besten nimmt man sich einfach Zeit für diese CD und hört sie intensiv. Naja, außerdem sieht das Artwork, besonders das Cover bei näherem Hinsehen nicht gerade professionell-kreativ aus. Man sieht noch deutlich die Pixelstufen an den Rändern von der Computer-Bearbeitung. Bei solch einem Luxus-Label (genauer Imprint) wie das neue Artisan von Word wäre durchaus noch mehr drin gewesen. Zumal man mit hochgestecktem Image herangeht und auch der kleinste Newcomer oft mehr bekommt, als der erfahrene Phil Keaggy hier.
Fazit: Musikalisch und oft auch textlich ein wirkliches Highlight. Man spürt die Gelassenheit und die Erfahrung eines talentierten Musikers. Siebzehn Stücke solcher schönen, zeitlosen Klänge bekommt man eben nur selten - jetzt war's wieder mal soweit!


—David Decker für CCM-Rezis, Januar & Februar 2001

Daten:
17 Titel / 70 Min.
Musikstil: Gitarren-Pop
Label(s):
2000 Word Artisan/Word Entert., USA / Free Records Music,Witten;
               online
Website: http://www.philkeaggy.com

weitere CDs - siehe Phil Keaggy-Künstlerseite >>
 


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