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 Hillsong
Music Australia
"for this cause"

( 2000 Hillsong Music Australia
/ Pila Music )
Schon seit geraumer Zeit hat sich Hillsong
Music in die Schar derer eingereit, die die ewig gleich klingenden
Lobpreis-Produktionen wie vom Fließband auf den Markt werfen. Die Genre-Kollegen
nennen sich entsprechend: Vineyard Music
(USA, Kanada, GB/Irland, Dtl., A, CH), Maranatha Music (USA) sowie Integrity
Music (GB + USA) und Survivor Records (GB). Bitte schön, wer braucht soviele
Duplikate?
Auch bei Hillsongs ist es jedes Jahr dasselbe. Nur in grün. Oder so ähnlich.
Die gleichen Gesichter auf den Covern, die gleichen Posen, dasselbe makellos-perfekte
Styling, die gleichen Phrasen vom Gemeindepastor (-Ehepaar) im Booklet.
Und die Lieder: von den gleichen Autoren, die gleiche beschränkte Auswahl
von Wörtern in den Chorussen und Versen (nur die Reihenfolge verändert...),
von den gleichen Leuten produziert und eingespielt. Und die Wirkung ist
auch dieselbe: die Lieder und die bewußt erzeugte Atmosphäre peitscht
die Leute gefühlsmäßig einige Oktaven höher - Arme hoch auf ein Halleluja
- am Ende des Liedes wird langsam wieder runtergefahren und schnell noch
der Applaus an der richtigen Stelle reingeschnitten. - So klingt es jedenfalls,
nach Nachbearbeitung im Studio, obwohl ja außen auf dem Cover kleingedruckt
"live worship" steht.
Wer bei soviel Gleichschaltung nicht stutzig wird im Laufe der Zeit, dem
ist nicht mehr zu helfen, meine ich. Begriffe wie Manipulation oder Massensuggestion
will ich dann mal lieber nicht näher erläutern in diesem Zusammenhang
hier.
Dabei hat die CD durchaus gutes zu bieten: alle Titel könnte man problemlos
im Radio spielen und die Leute würden keinen Unterschied bemerken. Professionell
und aktuell produzieren können sie, ohne Frage. Auch das Layout von Cover
und Hülle präsentiert sich wieder brandaktuell in die Jahrtausendwechsel-Epoche
hinein. Aber der Rubel soll ja auch rollen, oder wie war das?
Jedenfalls bleibt der Sound immer in den Grenzen des radiogenen Pop-Rocks
bzw. Balladenpops für den Erwachsenenmarkt. Man könnte auch sagen der
kleinste gemeinsame Nenner für den frommen "Charisma-Markt".
Bei den Texten frage ich mich, wie solche Schönfärberei die Gläubigen
im Alltag hindurchtragen soll? Welchen Tiefgang und Reichtum haben da
doch alte Verkündigungs- und Erweckungslieder gehabt! Auch die sprachliche
Vielfalt scheint völlig eingeschlafen zu sein. Und dann noch so ein Ding:
warum gaukelt man der Jugend schon seit Jahren vor, sie wäre die auserwählte
Generation? (Von wem bitteschön?) Sie würde das "Revival" [dt. "die Erweckung"]
erleben. Aber wo ist das bisher alles geblieben? In der Bibel werden doch
für die letzten Zeitalter Leid und großer Abfall angekündigt. Wie läßt
sich dies vereinbaren?
Fazit: Könnt ihr auch anders Leute? Es nervt nämlich langsam aber sicher!
Und dabei hat Australien sonst im Musikgeschäft immer was zu bieten gehabt...
- Genau, "for this cause" [dt. "aus diesem Grund"] muß endlich radikal
umgedacht werden!
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