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Angela Hutchison - ''grace child''Angela Hutchison
"grace child"


   ( 2001 MAPL / online )

Stimmungsvolles Acoustic-Folk-Debüt

Da ist etwas Packendes, Einnehmendes an der Stimme der 1977 geborenen kanadischen Sängerin-Songschreiberin Angela Hutchison, das sich nur schwer in Worte fassen lässt. Eine mädchenhafte Brüchigkeit und natürliche Rauheit bei allem wendigen Gesang. Ein Hauch Keckheit und Verspieltheit bei allem Ernst ihrer Botschaft. Eine freundschaftliche Wärme und Direktheit.

Bildhaft und poetisch erzählt sie auf ihrem selbst produzierten Debütalbum "Grace Child" (dt. Kind der Gnade) von Gottes Gnade, Liebe und Vergebung. Davon, dass er Schuld vergibt und die Namen seiner Kinder unauslöschlich in seinen Handflächen eingezeichnet hat (Titelsong). Dass er sich um jeden Einzelnen sorgt ("Don't forget about me", "Benediction"). Dass er keineswegs eingrenzt und gefangen hält, sondern frei macht und in ein sinnerfülltes Leben führen will ("Going down", "Surrender"). Es sind Erfahrungen, die die junge Sängerin selber mit Gott gemacht hat, Erkenntnisse und Ermutigungen, die sie nun weitererzählt. Ihre Worte finden Gestalt in eingängigen, zarten Hymnen ("Cross of Calvary", "Seek First") in der Tradition eines Keith Green, in warmen Balladen ("Morning Glories") oder in folkig-verspielten, relaxten Songs. Die Stimme der Sängerin, die teils von perlenden Klavierklängen oder stützenden -akkorden, teils von schrummenden Gitarren, frechen Flötentönen, dumpfem Bass und warm harmonierenden BGVs begleitet wird, bleibt immer im Vordergrund, sehr nahe und eindringlich. Mit einer starken Ausdrucksvielfalt und sicherem rhythmischem Gespür.

Stilmässig kann das Album am ehesten dem Acoustic-Folk zugeordnet werden, der sich einer auffälligen Beliebtheit gerade bei jungen (Indie-)Sängerinnen erfreut und mit bildhaften Ausdrücken wie "Coffeehouse", "Rootsy-Acoustic Based Contemporary Atmospheric Folkcore" umschrieben wird: Es genügen ein beliebiger Raum – eben ein Kaffeehaus oder ein Camp unter freiem Himmel –, gedämpftes Licht, ein Barhocker, eine Gitarre, ein neugieriges Publikum und die Sängerin mit einer Botschaft, die direkt zu den Herzen spricht. Wie die vergleichbaren Erstlinge etwa von Sara Groves ("Past the Wishing" 2000), Jaylene Johnson ("Not forgotten" 2000), Sara Beth ("Move in close" 2001) oder Jill Paquette ("Jipa", Demo) besticht auch Angela Hutchisons Debüt durch seine atmosphärische Dichte, die unmittelbar ansprechenden Liedtexte und das ungekünstelte musikalische Handwerk. Und immer ist da diese einnehmende, faszinierende Stimme ...

Anspieltipps: Grace Child, Cross of Calvary und Dirt in My Pocket.


—Monica Seidler für CCM-Rezis, März 2004

Daten:
10 Titel / 41 Min.
Musikstil: Folk-Acoustic, Singer/Songwriter
Label(s): 2001 MAPL, Kanada / online
Website: http://www.angelahutchison.com

weitere CDs – siehe Angela Hutchison-Künstlerseite >>
 


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