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Cae Gauntt - ''Oh Cae''Cae Gauntt
"Oh Cae"


   ( 1989 Pila Music / Hänssler-Verlag )

Die Hürde der nach der Debüt-LP "C.A.E." ziemlich hoch gehängten Messlatte meistern Cae Gauntt und Top-Produzent Dieter Falk mit "Oh Cae" gekonnt. Die Scheibe ist kein Abklatsch der ersten Erfolgsplatte, sondern stellt eine konsequente Weiterentwicklung dar. Die Musik ist weniger Disco-lastig, sondern poppiger - eine gelungene Mischung aus Poprock, Balladen und Gospelpop. Ob in flotten Popnummern mit sich selbst im Chor ("Ein für allemal"), mit keckem Gesang in stilistisch ungewöhnlichen Songs ("I wanna know", von Danny Plett), in hingebungsvoll dargebotenen Balladen mit Gospeltouch ("Reaching out"), Rock'n'Roll-ähnlichem Pop ("Du bist dran") oder rappend mit schrammenden E-Gitarren und verschiedenen technischen Raffinessen im Hintergrund ("Don't play the game"): ihre Stimme erweist sich in jedem Fall als außergewöhnlich und wandlungsfähig. Die teils frechen, teils souligen BGVs von Cae, Ebi Rink und Helmut Jost harmonieren unheimlich gut miteinander. Auch wenn die Musik ohne Zweifel eine 1A-Qualität vorweisen kann, so möchte ich doch sagen, daß die eigentliche Stärke der Platte die Texte mit super-klaren Aussagen über Gott und die gute Nachricht vom Kreuz sind. Es gibt keinen einzigen "Wischiwaschi"-Text, wie so oft auf christlichen CDs, sondern nur direkten Klartext. Hilfreich sind auch Caes kurze Bemerkungen zu (fast) jedem Song. Die Hälfte der Texte stammt von Cae höchstpersönlich, was das ganze persönlicher und ehrlicher macht. Viele der Songs sind zeugnishaft und richten sich auch an Nichtchristen. Im ersten Song, "Ein für allemal", zieht Cae Resümee über ihr bisheriges Glaubensleben und kommt zu dem (Ent-)Schluß, daß sie, wenn sie sich entscheiden müßte, ihren Weg noch einmal genauso mit Jesus gehen würde. "I wanna know" beschreibt die Suche nach dem Sinn und Ursprung des Lebens und die daraus entstehende Sehnsucht, den Schöpfer der Welt kennenzulernen. "Oh Cae" schildert das ganze "von der anderen Seite", nämlich von Gott aus, der mit jedem Menschen in Kontakt treten möchte. In "Ich steh zu dir" gibt Danny Plett eine relativ einfache, aber bedeutende und Mut machende Message weiter: "Egal, was dir Sorgen macht - ich [Jesus] steh zu dir. Denk dran und vertraue mir!" Ein Titel für die sog. Namenschristen ist "Don't play the game", der dazu auffordert, ehrlich mit sich selbst und Gott zu sein und kein Schein-Christsein zu führen. "Reaching out" hat Cae für ihren Mann Eddie geschrieben und zeigt, wie sehr die beiden Jesus mit in ihr Leben einbeziehen (Nachahmung wärmstens empfohlen). "All the life" und "Halt mein Herz" (ursprünglich von Amy Grant) sind Bitten an Gott, um die für das Leben nötige Liebe und Kraft bzw. daß Gott Herr über die gesamte Person ist mit allen heimlichen Gefühlen und Wünschen. Mit "The best part" stellt Cae demütig klar, daß das Beste an ihr Jesus ist und das, was er durch sie bewirkt. Das im Original von Steven Curtis Chapman gesungene "Du bist dran" ist ein Aufruf, sein Christsein mit Taten zu leben, weil Gott jeden Menschen gebrauchen kann. Der Abschlußtrack "Every star" behandelt das Bild, daß jeder Stern am Himmel ein Gebet darstellt - eine wirklich ermutigende Vorstellung.
Angesichts solcher wertvoller Texte, der hervorragenden Musik und einer Cae in Bestform kann ich diese Platte jedem von Herzen empfehlen!


—Michael Jung für CCM-Rezis, Juni 2001

Daten:
11 Titel / 46 Min.
Musikstil: Pop
Label(s): 1989 Pila Music, Dettenhausen
Website: http://www.caegauntt.de  /  Cae Gauntt Porträt

Wo kaufen?:
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weitere CDs - siehe Cae Gauntt-Künstlerseite >>
 


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