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Florian + Sarah
"Danke 2000"

( 1999 Intercord Tonträger
/ Pila; 'Plattenläden' )
Wenn man den letzten Kirchentag im Jahrtausend auch im
säkularen Lager richtig gut vermarkten will, darf natürlich eine CD nicht
fehlen. Und so gab es zum 99er in Stuttgart sogar zwei: Einen Samplern
mit allen beim Kirchentag aufgetretenen Musikern ("Danke - Songs und Lieder
zum Kirchentag", bei Abakus / Pila / Polymedia) und eine Single-Auskopplung,
die man sich allerdings lieber hätte sparen sollen...
"Danke 2000" heisst sie, die Single. Bei "Danke" fällt einem natürlich
sofort der Evergreen "Danke für diesen guten Morgen" ein, oder? Warum
der Titel ein "2000" beinhaltet ist ja auch klar: eine ausgefuchste Marketing-Strategie,
da im Jahre 1999 (man erinnert sich nur noch dunkel...) ein "2000" immer
gut ankam. Dargeboten wird das ganze von einem Hamburger Rapper namens
Florian Lamp und von Sarah Brendel,
die schon eine eigene fünf Titel umfassende EP auf den Markt gebracht
hat ("Higher Hope", bei Pila) und im Moment an ihrer ersten kompletten
CD arbeitet. Produziert wurde "Danke 2000" von Dieter Falk, dem bekannten
Produzenten von PUR, Pe Werner oder Cae Gauntt,
der sich in letzter Zeit in der christlichen Szene aber eher rar gemacht
hat.
Da Falk produzierte, erwartet den Hörer natürlich eine 1A-Sound-Qualität.
Lediglich eine Macke konnte ich entdecken: bei den Wiederholungen der
letzten Strophe fehlt stets das Wortende, also hört man bloß "Schranke(n)",
"dara(n)", "danke(n)" und "ka(nn)" - vielleicht liegt das aber auch nur
an meiner Vorab-CD. Dadurch, dass Sarah und Florian die sechs Strophen
abwechselnd singen bzw. rappen, singt der jeweils andere im Background
ständig "Hmmm" bzw. rappt "Ja" und "danke, danke" dazwischen, was mit
der Zeit immer komischer und lächerlicher wirkt.
Sarahs hervorragende Stimme kommt wirklich gut zur Geltung, Florians Parts
kommen nicht so umwerfend, was bei solch einer Mainstream-Produktion aber
verständlich ist.
Wenig Einfallsreichtum bewiesen die Macher allerdings bei der Titelwahl.
Es gibt nur die Single-Version, die "Single-Version ohne Florian", die
"Single-Version ohne Sarah" und die Karaoke-Version (ohne beide logischerweise).
Da aber alle Versionen eigentlich gleich klingen, nervt dies zum Ende
hin derartig, dass ich mir diese CD nur noch seltenst anhöre. Okay, die
Karaoke-Version ist sicher nützlich zum Playback-Singen und Neue-Strophen-Dichten
(!), aber wozu braucht man Versionen ohne Gesang bzw. Rap? Da wäre eine
Mix und ein zusätzlicher Song sicher (viel) besser und hörenswerter gewesen.
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