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Florence Joy - ''hope''Florence Joy
"hope"


   ( 2004 Polydor/Universal / 'Plattenläden'; online )

Kurz nach ihrer Debütsingle veröffentlichte Florence Joy ihr Debütalbum namens "hope". Sie war und ist die Hoffnung von Sat1 und dem Label Polydor, nachdem sie die zweite Staffel der "Star Search"-Show gewinnen konnte. Inwieweit sie sich mit dieser Platte in der deutschen Szene dauerhaft etablieren kann, bleibt vorerst zu beobachten. Auf jeden Fall ist die CD hörenswert und kein minderwertiges Produkt des Superstar-Hype.

Obwohl die Produktion nach dem Gewinn der Finalentscheidung relativ schnell erfolgen mußte, bietet sie weitaus bessere Qualität als beispielsweise die Dieter Bohlen-Platten der DSDS-Schützlinge von RTL und BMG. Leider hat Florence noch kein eigenes Lied beisteuern können; alle Titel wurden von anderen Komponisten geschrieben, so unter anderem von Beatbetrieb, dem Alternative-Popper Michel van Dyke sowie ihrem Produzententeam. Außerdem gibt es einige Coverversionen zu hören: man höre und staune, von Switchfoot "only hope" (# 2), sowie von Beverly Craven "promise me" (# 11). Fräulein Büttner hat sogar eine traditionelle Hymne eingesungen, "His eye is on the sparrow" (# 12), eine Gänsehautballade! Insgesamt pendeln die Arrangements zwischen aktuellem Chartspop, Klavierballaden, souligen Love-Songs sowie leichten Gospelanklängen. Für ihr Alter kann Florence bereits mit einer "erwachsenen" Stimme begeistern, was einer der größten Pluspunkte dieser Scheibe ist. Leider haben nicht alle Songs dasselbe hohe Niveau (z.B. ist die zweite Single, "stay" # 2, sehr seicht...), man hätte es gut und gerne bei "nur" zehn Tracks belassen können. Dem Album hätte es besser gestanden! Meine Anspieltips sind die fetzige erste Single ("consequence of love", # 1) mit echten Langzeitqualitäten, das schon erwähnte "only hope" (# 2) und das gospelige Stück "His eye is on the sparrow" (# 12, feat. Mirijam Stegmaier!). Ein starkes deutsch-englischsprachiges Soul-Duett ist übrigens "it was you" (# 6) geworden, wo Michael Janz von Beatbetrieb mitsingt.

Erfreulicherweise enthält das Booklet alle Liedtexte zum Nachlesen. Florence läßt in "only hope", "it was you" und "His eye is on the sparrow" ihren Glauben mittels der Lieder anklingen, jedoch kommt insgesamt nicht ganz soviel rüber. Dafür dankt sie bei den Credits 'ihrem Schöpfer, Jesus Christus, der ihr Leben und das Geschenk zu singen gab'. Deutlicher geht es also kaum. Die anderen Lovesongs sind dann wohl als "Zugeständnis" an das Popgeschäft zu verstehen... Es ist meist belanglose oder klischeebehaftete Lovesong-Lyrik, wie wir sie bereits von Stacie Orricos "I promise" (T&M: Diane Warren!) kennen. Einfach mal abwarten, ob die Gospelchor-bewährte junge Dame in Zukunft auch eigene Lieder schreiben wird und veröffentlicht - ich bin schon jetzt bin gespannt!

Fazit: Von den ganzen Fernsehshow-Musikwettbewerben-SiegerInnen hat Florence Joy überdurchschnittlich gute Chancen, eine dauerhafte Karriere in der Musikszene hinzulegen. Sie bringt dafür eine sehr schöne Stimme und einen niveauvollen Musikstil mit, wo man für die Zukunft absolut drauf aufbauen kann. Ihr Debütalbum bietet dem geneigten Zuhörer bis auf wenige Ausnahmen sehr gelungenen, souligen, balladesken Pop. Mit ersten eigenen Liedern und noch gehaltvolleren Inhalten könnte sie beim nächsten Mal viel mehr als ein weiteres Achtungszeichen (so wie "hope"!) setzen, da bin ich mir sehr sicher.


—David Decker für CCM-Rezis, September 2004


Gewinnerin von "Star Search", Strahlemäuschen und Christin - das ist Florence Joy, kurz Flo. Gleich vorneweg: Ihr Debütalbum ist keine akustische Belästigung aus Casting-Ursprüngen! Im Grunde ist es aalglatter Allerweltspop - für mich aber wirklich schöner Allerweltspop! Zum Gute Laune machen, zum nebenbei Hören. Das ganze hochwertig produziert - nichts anderes war zu erwarten.
Zu erwarten war auch, dass kaum ein Song ihren Glauben anspricht; schließlich hat sie einen säkularen Plattenvertrag unterschrieben und beim ersten, innerhalb weniger Wochen eingespielten, Album zu tun, was sie diktiert bekommt. Jedoch gibt es erfreulicherweise vier Ausnahmen: Ihren Parade-Song "Only hope", ein Lied der Liebe und Hingabe an Gott, im Original übrigens von Switchfoot. Dann "It was yo" von und mit Beatbetrieb, das textlich gekonnt bei der Suche der Menschen - der Hörer! - nach "etwas mehr" ansetzt. Und drittens und viertens zwei Gospel mit "His eye is on the sparrow" und dem kurzen und perfekten Abschluß "My tribute" ("To God alls the glory!").
Genauso süß und warmherzig wie sie auf jedem Bild lächelt, klingt ihre tolle, hochgelobte Stimme. Erinnert oft an Dido, manchmal an Paula Cole und LeAnn Rimes - eine interessante Klangfarbe. Dass ihr Goldkehlchen vielseitiger ist als die wirklich schöne und catchy Single "Consequence of Love" zuläßt, beweist jeder weitere Song. Und ich bin mir sicher, dass sie noch mehr kann, als sie hier darf und zeigt.
Auch deswegen hoffe ich, dass ihr Zwei-Jahres-Vertrag ein zweites Album vorsieht und dieses wiederum nicht das letzte bleiben wird.

—Michael Jung für komm! 5-2004


Daten:
13 Titel / 49 Min.
Musikstil: Pop, Soul, Gospel
Label(s): 2004 Polydor-Island/Universal Music GmbH Germany, Berlin /
               'Plattenläden'; online; Asaph Musik, Lüdenscheid
Website: http://www.florencejoy.de  /  Fan-Site  /  Fan-Site 2  /  Fan-Forum


weitere CDs – siehe Florence Joy-Künstlerseite >>
 


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