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Florence Joy - ''consequence of love (the single)''Florence Joy
"consequence of love" (Single)


   ( 2004 Polydor/Universal / 'Plattenläden'; online )

Gerade mal 18 Jahre ist die fesche junge Dame und schon deutschlandweit bekannt. Alle Achtung?! Oder sollte man lieber sagen: 'Danke, StarSearch von Sat1'? Genau das! Sie hat die zweite Staffel dieses "Musikdingens" im Fernsehen gewonnen, trotz - oder gerade deswegen? - weil sie bekennende Christin ist. Womit wir beim Thema wären: Seit sie 13 ist, singt sie beim Tostedt Community Gospel Choir (TCGC) und ist danach auch noch dem Chor Joyful Gospel beigetreten. Außerdem hat sie schon auf vielen christlichen (Kinder-) Produktionen mitgesungen. Sie ist also eine, die singen kann und kein auf ihren Körper reduziertes Fernsehprodukt. Florence Joy macht Mainstream-Pop, den aber richtig und authentisch.

Ihre unverbrauchte, glasklare Stimme hat zudem das gewisse Etwas im Bereich Soul- und Gospelfeeling, sodaß die "Nordländerin" - sie lebt in der Nähe von Hamburg - musikalisch nicht schmalspurig fährt. Ihre erste (Sieger-) Single vom StarSearch-Wettbewerb hat sie nur wenige Tage nach dem Endausscheid vorgelegt und sie hatte durchaus breiten Erfolg in der Radiolandschaft. In den Charts reichte es bis auf Platz 14 damit. Es ist ein munterer, sehr modern arrangierter Popsong, der höchstens erst nach dem zweiten Hören zündet. Eine raffinierte Melodieführung und eine perfekte Instrumentierung mit Elektronik und akustischen Gitarren ergeben einen Hauch von der aktuellen Alanis Morrissette bzw. auch Dido. Das Titelstück erklingt in der Albumversion, einer schönen Instrumentalfassung sowie einer "Extended-Version". Letztere hätte man sich sparen können; eine live-Aufnahme oder ein richtiger Club-Remix wäre allemal besser gewesen! Dafür gibt es den Liedtext im Einleger abgedruckt für alle treuen Fans der ersten Stunde, die unbedingt mit einstimmen wollen. Das Lied wurde übrigens von schwedischen Songschreibern für den Wettbewerb angeliefert, ist als Hit gut geschrieben, wenn auch inhaltlich leider keine Substanz vorhanden ist.

Als Zugabe gibt es ein Cover: Warum nicht wieder mal "don't dream it's over", hatten wir ja erst von Sixpence None The Richer. Doch wie es so ist, die Version von Florence gefällt mir besser, sie ist anschmiegsamer, poppiger, einfach gefälliger. Sie macht das mit ihrer Stimme wunderbar, ohne dem Original in irgendeiner Hinsicht wehzutun. Natürlich wäre ein neuer, womöglich gar eigener, Song noch netter gewesen, aber man kann bekanntlich nicht alles auf einmal haben...

Fazit: Musikalisch überraschend stabil und mit der Zeit sogar ein wirklich unverwüstlicher Hit - das hätte man den "Superstar-Shows" nun wahrlich nicht mehr zugetraut und dann auch noch bei der zweiten Staffel! Florence Joy ist eine Bereicherung für die deutsche Szene und es ist erfreulich, daß auch Christen mal eine Chance erhalten ohne niedergemacht zu werden. Gott behüt' das Mädel in dem Popgeschäft, damit sie uns noch lang erhalten bleibt ;-)


—David Decker für CCM-Rezis, September 2004


Daten:
4 Titel / 17 Min.
Musikstil: Pop
Label(s): 2004 Polydor-Island/Universal Music GmbH Germany, Berlin /
               'Plattenläden'; online; Asaph Musik, Lüdenscheid
Website: http://www.florencejoy.de  /  Fan-Site  /  Fan-Site 2  /  Fan-Forum


weitere CDs - siehe Florence Joy-Künstlerseite >>
 


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