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Iris DeMent schätze ich schon seit längerem
als kluge Songschreiberin und anrührende Sängerin, die Herzen
schmelzen läßt (wenn man Countrysängerinnen etwa im Stil
von Emmylou Harris oder Dolly Parton
mag). Life Line erschien 2004 nach fast 8jähriger Albumpause und
die von Iris verfaßten Liner Notes lassen erkennen, dass sie Krisenzeiten
durchlebte. Im Gegensatz zu ihren früheren Werken enthält diese
Platte nur einen selbstverfaßten Song und ansonsten nur traditionelle
Gospels und Kirchenlieder, zu denen sie durch ihre Eltern und deren starke
Verbundenheit mit Kirche und Glauben eine Beziehung entwickelt hat. In
dieser Musik mit durchaus sentimentalen und fundamentalen Glaubensaussagen
findet sie Halt und Trost. Für sie steckt in diesen Liedern "mehr
als Religion". Damit baut sie schon eine Brücke zu Leuten, die
traditionellem Christentum eher skeptisch gegenüberstehen. |
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