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Downpour
"the real me"

( 2000 Rustproof Records / Pleitegeier
)
Downpour ist eine relativ junge Band, die vom gleichen
Label wie Broomtree und Polarboy kommt. Auch hier sieht man gut, wie Rustproof
Records auf musikalische Originalität und das inhaltliche Anliegen Wert
legt.
Was ich gut finde, ist, daß Downpour gleich in mehreren Songs ganz offen
zum Thema Sünde Stellung beziehen. Erstaunlich ist dabei die Offenheit
und Ehrlichkeit. So etwas findet man kaum noch in der christlichen Musikszene.
Somit bleiben die Texte aber nachvollziehbar und auch für das junge Publikum
ansprechend. Denn welcher Christ kann schon von sich behaupten, ohne Sünde
zu sein? Bei vielen anderen tönt nur immer das "heile-Welt"-Gerede, hier
wird Klartext gesprochen. Doch es geht nicht nur um Verfehlungen auf dem
Glaubensweg, sondern es wird auch ermutigt, weiter "dran" zu bleiben -
an Jesus natürlich. Textliche Favoriten habe ich dabei keine, alle sind
zu empfehlen!
Von der Musik her ist Downpour nicht leicht zu beschreiben. Produziert
hat jedenfalls Michael Quinlan (hat schon gearbeitet für: Rebecca St.
James, Raze, Code Of Ethics, Considering Lily, Margaret Becker...) - und
da dürfte die Richtung ungefähr klar sein: Gitarrenorientierter Rock mit
einer starken Keyboard-Sektion bzw. Dance-Einlagen. Wobei die CD auf keinen
Fall in die Techno- oder Industrial-Schublade gehört, um dies klarzustellen.
Eher treten da schon die "crunchigen" Gitarren und einige Noise- und Core-Elemente
ins Blickfeld. Da die Lieder meist einen Hauch Melancholie besitzen, bringen
sie ein sehr eigen- bzw. einzigartiges Feeling rüber, was sie am Ende
irgendwie liebenswert macht. Meine musikalischen Anspieltips sind das
hoffnungsvolle "believe" (# 1), der absolute Hit der Scheibe, "in love
forever" (# 2), und das eindrückliche "sometimes" (# 6). Etwas ganz Besonderes
ist auch der versteckte Bonus-Track am Ende...
Fazit: Musik und Texte sind nicht unbedingt leicht verdaulich, sie entfalten
ihr Potential aber voll zum Guten, wenn man der Platte eine Chance gibt.
Fans von modernem Rock mit Elektro-Einflüssen sollten hier unbedingt reinhören
und die Gothic-Fraktion sollte vielleicht auch einen Abstecher riskieren.
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