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dc Talk - ''solo: special edition e.p.''dc Talk
"solo: special edition e.p."


   ( 2001 Forefront Records / Gerth Medien )

Diese sieben-Song-EP kommt von einer Band doch drei Künstlern. Hier gibt es je zwei Songs von den in diesem Jahr erscheinenden Solo-Projekten von Tait (Michael Tait Band), K-max (Kevin Max) und TobyMac (Toby McKeehan). Als Extra-Bonbon erklingt zu Anfang die gemeinsame live-Version von "40", dem U2-Cover, daß schon lange auf dc Talk-Konzerten gespielt wird.

Das Cover von U2 ist ein netter Einstieg, aber leider etwas kurz geraten. Irgendwie paßt es auch nicht richtig zum Rest der Platte, zumindest musikalisch. Inhaltlich dagegen schon, denn neue Songs singen ja alle drei ;-)
Bei den drei Solos sind die Genres klar abgesteckt: Michael übernimmt mit seiner neugeformten Band Tait (u.a. mit Pete Stewart - Ex-Grammatrain und Lonnie Chapin - Ex-Petra) klar die "Rockstar-Rolle". Michael und seine Jungs haben's einfach drauf, es klingt wie von alten Hasen und man darf mächtig gespannt sein auf das kommende Album. Die beiden Songs "alibi" und "all you got" bewegen sich irgendwo entlang der Rock´n´Roll-Pfade.
Kevin steht ganz klar für den intellektuellen Part. Er ist das "Gehirn", der Visionär. Und "Rockstar" noch dazu. Sein Sound ist wie schon bei den ersten Anfängen 1998 (damals das Rich Mullins-Cover "save me") sehr abgefahren mit Samples, Elektronik und kratzigem Rock.
Toby ist der trendige Spaßmacher wie zu den Anfangszeiten von dc Talk. Er ist wieder zum Rap und Hip-Hop zurückgekehrt. Allerdings mit einer gehörigen Portion hartem Rock, wie der Hammer-Song "extreme days" zeigt. Bei "somebody's watching" ist der Sound weicher, beim Refrain übernimmt eine soulige Frauenstimme -- Joanna Valencia, die neue Gotee Records-Stimme.
Nach dem ersten Eindruck sagt mir Toby am meisten zu. Er hat die Sympathien auf seiner Seite durch seine fetzige Art.

Zu den Liedtexten gibt es einiges zu sagen: Extensiv christliche Inhalte sucht man leider vergebens. Eher das Gegenteil ist der Fall, wenn man zum Beispiel bei Kevins "be" reinschaut. Dort wird eine Botschaft des Individualismus verkündigt, daß man sich schon fragt, ob man nicht im falschen Film ist. Einzig Tobys "somebody's watching" spricht wohl die Beziehung zu Gott an. Was "extreme days" aussagen soll, weiß ich auch noch nicht so recht. Die Aussage von "40" ist wegen der Unglaubwürdigkeit von U2 auch etwas zweifelhaft. Die restlichen drei Stücke sind dann irgendwelche love-Songs...

Fazit: Eine gute Idee und ein toller Marketing-Gag diese EP. Für Fans sicherlich ein "Muß", doch die Scheibe ist nicht der Überflieger, besonders wegen der schwachen Texte. Da kann man wirklich auf die Solo-Alben warten und wird dann hoffentlich klüger sein. Und: von "40" habe ich schon weitaus bessere Cover gehört (z.B. von Disco Saints).


—David Decker für CCM-Rezis, April 2001

Daten:
7 Titel / 27 Min.
Musikstil: Modern-Rock
Label(s): 2001 Forefront Records, USA / Gerth Medien, Asslar; online
Website: http://www.dctalksolo.com  /  http://www.dctalk.com  |  Fan-Site  /
                   deutsche Fan-Site

Wo kaufen?:
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weitere CDs - siehe dc Talk-Künstlerseite >>
 


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