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 Freddie
Colloca
"unconditional"

( 2002 One Voice Records / Gerth
Medien )
Freddies erstes englischsprachiges Album "dance el
ritmo" erschien 2001 und läutete die Latin-Ära bei den
männlichen christlichen Popsängern ein. Hatte diese Platte noch
eine große stilistische Bandbreite so ist das neue, vorliegende
Album eher in die Kategorie "Pop-Hit" einzuordnen. Alle Lieder
sind sehr rhythmisch, tanzbar und beatlastig.

Produziert haben das Scheibchen Don Koch und Hal S. Batt, die seinem Sound
einige neue Elemente hinzufügten. Mir persönlich geht es manchmal
etwas zu sehr in Richtung Nashville-CCM-Pop, welcher die richtige Latino-Authenzität
vermissen läßt. Aber auch so bringt Freddie viel neues Blut
in die Szene rein. Man kann nur hoffen, daß ihm noch einige folgen
werden und so manchen Pop-Traditionalismus aufbrechen. Kraftvoller und
melodischer Dance-Pop mit viel Seele ist sein Markenzeichen. Seine Stimme
klingt gegenüber Ricky Martin und Enrique Iglesias sehr eigenständig
- was auch gut so ist. Wie bei Latin-Pop üblich, sorgen desöfteren
Passagen mit der spanischen Gitarre für kleine "Wunder"
im Sound. Für den Sommer ist diese CD genau das Richtige! Meine Anspieltips
lauten: der eingängige Mitgröhler "song of my heart"
(# 6), "me libero" (# 9) und die gefühlvolle Ballade "close"
(# 4).

Hauptthema der Platte ist die bedingungslose Liebe und Fürsorge Gottes
zu den Menschen. Inhaltlich geht der Sänger dabei keine Kompromisse
ein. Die erste Radiosingle "savior my savior" (# 2) sei stellvertretend
genannt, sie spricht von Nähe des Erlösers jeden Tag. Zu jedem
Lied ist eine Bibelstelle angeben und es gibt einen Kommentar von Freddie.
Das vereinfacht das Verständnis erheblich!

Fazit: Uneingeschränkt empfehlenswerte Gute-Laune-Musik für
alle Gelegenheiten! Man kann nur hoffen, daß der christliche Latino-Markt
sich noch ausweitet... ;-)
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