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 Christus-Treff
Marburg (Guido Baltes & Band)
"expect.everything"

( 2003-04 Relevance; Dreamland
/ Asaph Musik )
Spätestens seit dem Christival
1996 ist der "Christus-Treff" in Marburg
deutschlandweit ein Begriff geworden. Roland Werner und Guido Baltes sowie
auch Torsten Hebel wurden bzw. werden damit in Verbindung gebracht. Guido
war dort von 1997-2003 für Lobpreis/ Anbetung angestellt, jetzt lebt
und arbeitet er im Christus-Treff in Jerusalem! Quasi als Abschiedsgeschenk
hat er mit seiner Band die erste "eigene" volle CD eingespielt,
die "expect.everything" heißt.

Erfreulicherweise sind 10 von 14 Liedern deutschsprachig, was das Mitfühlen
mit den Liedern bzw. Aussagen deutlich erleichtert. Eigenkompositionen
findet man nicht auf der Platte, dafür relativ gute deutsche Übertragungen
aus dem Englischen, sowie einige (textliche) Originalfassungen bekannter
Songs. Mit ihren Aussagen fallen die Lieder in den Lobpreis-Bereich hinein,
es gibt Lob, Bitten und tiefe Anbetung. Es sind keine aufsehenerregenden
Einspielungen, die hier erklingen, sondern bodenständige Rock- und
Popmusik zum Mitsingen und Selberhören.

Produktionstechnisch wurde dieses Album live in der Lutherischen Pfarrkirche
in Marburg aufgenommen, mit Hilfe des "dreamland recording"
studio bzw. von "relevance! production" (Studio-Nachbearbeitung!),
wohinter sich neben einigen anderen in erster Linie Manuel Steinhoff und
Musiker von on a mission verbergen. Die Produktions-
und Klangqualität ist gut, wenn auch hier und da sicher noch verbesserungsfähig.
Auf jeden Fall deutlich besser als die 2003er Produktion "ganz plötzlich",
die aus dem gleichen Stall kam.

Aufgefallen sind mir drei Stücke, die gesanglich, musikalisch und
textlich herausstechen: "Es gibt eine Stimme" (# 2; englisches
Original von Paul Oakley), "speak to me Lord" (# 9; im Original
von Rebecca St. James) und "ich kann
nicht schweigen" (# 14; im Original von Albert
Frey/ Immanuel Lobpreiswerkstatt). Die
Vocalisten Randa Shahab und Guido Baltes bringen hier viel Atmosphäre
rüber und bieten interessante Interpretationen (z.B. bei "speak
to me Lord" - schön, daß das mal jemand gecovert hat!!!).
Weiterhin kann man Stücke von Vineyard
UK, Judy Bailey, Martin
Pepper, delirious?, Daniel
Jacobi, Brian Doerksen, Neuseelands
'Parachute Music' in neuen
Versionen hören. Hinzu kommt die Neuvertonung des alten Chorals "lobe
den Herren" (# 3), gedichtet von Joachim Neander. Hier wurde die
neuere "ökumenische Textfassung" von 1973 verwendet, wo
Änderungen in der ersten Strophe vorgenommen wurden - das finde ich
nicht so gut, aber die Aufnahme des Liedes ist trotzdem gelungen.

Fazit: Alles in allem eine der besseren Anbetungs-Produktionen aus Deutschland,
wenn auch nicht überragend. Die grundsolide Einspielung inspiriert
zum häufigen Anhören und die deutschen Texte besonders zum Mit-
bzw. Nachsingen. Eben, alles kann man erwarten ;-)
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