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Capewalk - ''welcome to lunaland - the unplugged show''Capewalk
"welcome to lunaland - the unplugged show"


   ( 2004 Asaph Musik )

Diese CD hätte man Capewalk in dieser Form bestimmt nicht zugetraut: Unplugged, live und mit einigen Cover-Stücken von "Musik-Größen". Um so schöner, daß sie es dennoch gewagt haben und mit Asaph Musik einen potenten Partner an der Seite habe, die so was dann auch veröffentlich(t)en.

Wenn man die CD einmal komplett gehört hat, wird schnell klar: Das mußte einfach auf CD gemacht werden, wäre zu schade nur fürs Archiv gewesen. Mitgeschnitten wurde die "Show" am 26. & 27. Dezember 2003 in der Band-Heimat Metzingen - also mitten im "Ländle" - im sogenannten "Luna Filmtheater". Daher rührt auch der träumerische CD-Titel. Man spürt beim Anhören die familiäre Clubatmosphäre und denkt manchesmal, Sänger Josy Albrecht würde sich nur wenige Meter von einem weg befinden. Seine Liedansagen wurden meist auch mit aufgenommen und da ist so mancher ironischer Kommentar versteckt - lustig sind Capewalk dieses Mal also auch! Ich finde, es war eine super Idee, dieses Album zu machen, die christliche Musikszene in Deutschland könnte gut und gerne mehr von diesen unverkrampften und dennoch professionellen Sachen vertragen.

Interessant sind die drei mit Spannung erwarteten Coverversionen: "stuck in a moment (you can't get out of)" (# 2) von U2, "why don't you look into Jesus" (# 11) von Larry Norman, "in the light" (# 14) von Charlie Peacock/ dc Talk sowie "the blessing" (# 15) von Sammy Horner (The Electrics). Sie wurden "ohne Respekt" eingespielt, funktionieren bei der Band aus Süddeutschland aber auch - und wie! - und es wird wieder einmal deutlich, was es für tolle Songs sind. Desweiteren gibt es noch ein Cover von Ryan Adams, "when the stars go blue" (# 9). Hier kenne ich das Original nicht, doch das Stück gefällt mir sehr gut!

Von Capewalks eigenen Stücken kann insbesondere "eversince" (# 3), "actually" (# 4) und "shake" (# 12) überzeugen. "Actually" kommt im Bob Marley-ähnlichen Reggae-Gewand daher und ist einfach erste Sahne gelungen. Die Band hat Riesenspaß dabei, ihren Modern-Rocktitel einmal auf diese Art zu spielen. Ihre einstige Singleauskopplung "shake" haben sie ganz auf Country bzw. Rockabilly gemacht und das Stück geht so ebenfalls mächtig ab! Besonders lecker klingen die Duette bzw. Background-Vocals von und mit Yasmina Hunzinger. Für Unplugged-Sachen empfehlen sich musikalische Gäste halt immer besonders, weil man sie besser wahrnimmt in dem Soundteppich. Unter anderem haben auch Hans-Joachim Eißler und Tobias Kurrle von Ararat mitgewirkt.

Manko der Platte sind ganz klar die fehlenden Liedtexte im Beiheft - so hat man nichts zum Nachlesen oder Mitsingen... Jedoch: "so ein bißchen" mitsummen, -grölen und für die La-la-la's reicht es auch so. Dafür gibt's dann wenigstens ein paar neckische Band-Photos und sogar eines von Altmeister Larry Norman!

Fazit: Das Lunaland scheint noch kein Schlaraffenland zu sein, aber es gibt schon mal gute Musik da. Sehr gute sogar. Capewalk ist ein eindrucksvolles Genießeralbum gelungen, zum Hinsetzen, Aufdrehen und Abschalten. Willkommen im Verein ;-)


—David Decker für CCM-Rezis, September & Oktober 2004

Daten:
15 Titel / 72 Min.
Musikstil: Unplugged-Rock
Label(s): 2004 Asaph Musik, Lüdenscheid
Website: http://www.capewalk.de  /  Fan-Site

weitere CDs - siehe Capewalk-Künstlerseite >>
 


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