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Capewalk - ''superstar unknown''Capewalk
"activated"


   ( 2003 Asaph Musik )

Hiermit liegt nun bereits das dritte Studioalbum unter dem Namen 'Capewalk' vor. Die zwei Jahre Warten haben sich wieder voll ausgezahlt, denn der "unbekannte Superstar" klingt noch kompakter und ausgereifter als der schon hitverdächtige Vorgänger "great!" von 2001. Da die Truppe sehr oft in Deutschland Konzerte gibt, wird ihr Erfahrungsschatz mit jeder Platte größer - und ich denke, daß hört man hier auch wieder.

Es erklingt perfekt abgemischter Modern-Rock mit idealer Abstimmung zwischen Mitsing-Melodien und harten Abrock-Passagen. So macht christlicher Rock Spaß, und das ohne sich zu sehr dem Mainstream anzupassen. Es freut mich, wie sich Capewalk mit jeder ihrer CDs konsequent weiterentwickelt haben - nicht nur was die Produktionsqualität betrifft, sondern gerade auch beim Songwriting. Josy Albrechts Stimme paßt einwandfrei zu diesem Musikstil und verleiht dem Sound das gewisse etwas. Dieses Mal hat die Band alles selbst produziert und eingespielt - die Arrangements sind hochwertig und abwechslungsreich. Als Gastmusiker sind Michael Janz von Beatbetrieb, Paul Harriman, Matthias Ulmer sowie Nathalie Vorstermann Van Oyen mit angetreten. Leider konnte ich den (Background-) Gesang von Herrn Janz nicht heraushören (und ich höre von einigen anderen Fans sie auch nicht...). Erwähnenswert ist aber auf jeden Fall der Auftritt des "Allstar"-Chores bei "up to you" (# 3): Gecastete Sänger aus dem großen Fan-Lager der Band. Sie machen ihre Sache ausgezeichnet und die Gruppe möchte in Verbindung mit dem CD-Titel ausdrücken, daß bei Gott jeder Mensch ein Superstar ist. Eine gelungene Aktion, die man gerne wiederholen sollte ;-)  Einen ganz speziellen Anspieltip habe ich nicht, mir gefällt das ganze Album und man kann es sehr gut durchhören, zum Beispiel beim Autofahren.

In den Liedtexten hat sich in bewährter Weise hauptsächlich Schlagzeuger Markus Kern verewigt. Und er hat sich seit Jahren kontinuierlich weiterentwickelt auf diesem Gebiet. Verse und Refrains sind dichterisch gut herausgearbeitet, und das Englisch hakelt auch nicht mehr. Was die Aussagen angeht, so hätte man ruhig hier und da deutlicher werden können, was die konkrete Wortwahl angeht. Trotzdem kommt der christliche Glaube der Bandleute zum Ausdruck. "Eversince" (# 1) greift das Geschenk des Lebens und der Erlösung auf, während "holy" (# 2) der erste eigene Worship-Song von Capewalk ist (und ein sehr schöner!). 'Von der Freiheit eines Christenmenschen' handelt "control" (# 4), wo ausgedrückt wird, daß der Herr immer alles unter Kontrolle hat, aber wir behalten unseren freien Willen, sind keine Marionetten. Die Sehnsucht, den Tag in der Verbindung zu Gott zu beschließen, greift "daylight fading" (# 5) auf. "Stay" (# 9) interpretiere ich mal als ein Liebeslied und in "superstar" (# 10) geht es noch einmal um unsere Stellung bei Gott. Aber wie ich finde, wird dort das Thema "du bist du" eine Idee zu lässig angegangen.

Fazit: Schon jetzt ein ganz heißer Anwärter auf das Album des Jahres 2003. Dazu würde ich mir wünschen, daß dieses Werk ein Exportschlager in Europa und Amerika wird - ich glaube den Amis würde der Mund offen stehen bleiben, so wie mir beim ersten Hören... ;-)


—David Decker für CCM-Rezis, April & Dezember 2003

Daten:
11 Titel / 42 Min.
Musikstil: Modern-Rock
Label(s): 2003 Asaph Musik, Lüdenscheid
Website: http://www.capewalk.de  /  Fan-Site

weitere CDs - siehe Capewalk-Künstlerseite >>
 


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