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Broomtree
"transparent"

( 1999 Rustproof Records / Pleitegeier
)
Transparent (also "durchsichtig") sollen bzw. wollen
sie sein, die Broomtree-Leute. Damit der "running gag" auch richtig zieht,
wurde gleich mal ein Loch ins Booklet gebohrt, so daß man nun durch die
Plastighülle hindurchblinzeln kann...
In gewisser Weise ist aber auch die Musik transparent. Denn der etwas
härtere Modern-Rock bleibt immer nachvollziehbar - die Melodien gehen
ins Ohr, der Groove reißt mit. Ganz sicher ansprechend für viele, aber
trotzdem kein Ausverkauf an die Charts. Für die Abmischung war Produzent
Marc Byrd verantwortlich, ein kleines "Sound-Genie", das Vorher die Geschicke
der Common Children (inzwischen leider aufgelöst) leitete. Hier kommt
sein Feeling für kantigen Rock und gutes Songwriting (denn da hat er auch
etwas mitgemacht) wirklich durch. Der Kopf der Band ist nach wie vor Kylie
Schilg, die mit ihrer gut zum Stil passenden Stimme und ihrer guten Gitarrenarbeit
begeistert. Gegenüber dem Debutalbum, das zwei Jahre vorher erschien,
haben aber bis auf den Bassisten alle anderen Musiker gewechselt.
Wo bei der Musik im Vergleich zum Vorgänger nochmals eine gewaltige Steigerung
feststellbar ist, hat sich im Textbereich nur wenig geändert. Kylie geht
es in ihren Texten beispielsweise um ein zeugnishaftes Glaubensleben (#
1), um Zweifel (# 2) und Gottes Nähe (# 5).
Bleibt als Fazit: Ein cooles, professionell produziertes und eingängiges
Rockalbum mit ansprechenden Inhalten, das sicher nicht nur Fans von Miss
Angie, Plumb und Rebecca St. James gefallen wird!
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