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 B.B.Jay
"universal concussion"

( 2000 Verity, He, Zomba / Asaph
Musik )
Auch im christlichen Sektor boomt inzwischen der urbane
bzw. HipHop-Musikmarkt. B.B.Jay ist ein neuer Vertreter dabei und er liebäugelt
- möglich durch seine Plattenfirma - sogar mit dem säkularen Markt in
den USA.
B.B.'s Debütalbum ist voll im aktuellen Bereich des radiotauglichen Mainstream-HipHop,
-Urban, bzw. -R&B einzuordnen. Hier und da gibt es auch einige Gospel-Elemente
zu entdecken. Bei drei Tracks wird B.B. teilweise von befreundeten MC's
unterstützt. Außerdem enthalten etliche Songs Samples von irgendwelchen
älteren Liedern, die - genregerecht - gekonnt mit eingebaut wurden. Produziert
wurden die 14 Titel gleich von einem ganzen Produzententeam, trotzdem
klingt der Sound sehr einheitlich. Man hört auf der Platte smoothe Refrains
und relaxte Raps, die auch denm Nicht-HipHopper relativ schonend begegnen,
also nicht so abnerven auf Dauer, wie viele seiner Kollegen. Besonders
gefällt mir der oft eingesetzte Wechselgesang und die Wechsel bei den
Rappern. Aufällig und besonders cool sind die tiefen, phatten Bässe! Alles
in allem hätte ich mir hier und da aber doch mal einige Hit-Refrains gewünscht,
d.h. Melodien zum mitsingen.
Im Booklet findet man zwar jede Menge technische und urheberrechtliche
Details zu den Songs und eine obligatorische, lange Dankesliste, jedoch
an keiner Stelle die Liedtexte abgedruckt. Dies ist wirklich ein Manko!
Entweder waren die Raps so lang, daß es ein kleines Taschenbuch geworden
wäre ;-), oder man hatte Angst "Wischi-Waschi" zu veröffentlichen - wer
weiß? Jedenfalls hat mich ein Titel stutzig gemacht, nämlich "for the
ladies" (# 8; dt. "für die Damen"). Hier rappt und singt B.B.Jay über
seine Leidenschaft für das weibliche Geschlecht. Meine Vermutung geht
dahin, daß es sich hier um eine ähnliche Vergötterung der Damenwelt handelt,
wie auf säkularen Hip-Hop-Projekten, nur daß - hoffentlich! - die Perversionen
dabei fehlen... Ansonsten kann man zwar auf der Website und in den Credits
lesen, daß er seinem Herrn Jesus dankt, aber über die restlichen Songinhalte
kann man eben aufgrund der fehlenden Lyrics nichts weiter sagen. Schade!
Fazit: Musikalisch absolut professionell und wirklich Spitzenklasse in
diesem Genre. Wenn auch über die Texte nichts richtiges gesagt werden
kann, so bleibt das Album doch eine Empfehlung für alle, die eine gute
Alternative zum MTVIVA-HipHop suchen!
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