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 Nina
Aström
"a little bit of love"

( 1999 Javelin, Crossbow, GMI
/ Asaph Musik )
Die älteren Alben der finnischen
Sängerin sind eher in der Rubrik 'Folk' einzuordnen. Vielleicht ein
klein wenig vergleichbar mit der Kanadierin
Carolyn Arends, aber nur ein klein wenig ;-) Sie sind rootsig,
teilweise etwas rockig. "A friend", bereits von 1999, gehört noch in diese
Linie. Erst ab dem 2000er "a little bit
of love" wandte sich Nina mehr dem Pop zu.

Die Lieder der CD sind gekennzeichnet von einer "ländlichen", positiven
Stimmung. Nur bei manchen Passagen kann man auch mal etwas Blues heraushören
(z.B. in "why me", # 3). In professioneller Weise haben Luca Genta, Gerrit
aan't Goor und Ralph van Manen die Platte produziert.
Ninas Stimme dominiert die transparenten Arrangements, die manchmal sogar
mit Streichern verfeinert wurden (Frank van Essen von Iona an der Violine!,
"waiting for the day", # 4). Auf jeden Fall auf der Siegerseite ist das
schöne Piano einzustufen, daß zum Grundstock der meisten Stücke gehört.
Hinzu gesellen sich Percussion-Instrumente, einige Gitarren (vorwiegend
akustisch) und einige andere Tonwerkzeuge aus der Schatztruhe von Multiinstrumentalist
Luca Genta.

Ein besonderes Lied ist das Cover von Carole King - ihr Welthit "you've
got a friend" (# 7) - hier als bewegende Ballade. Thematisch paßt es zum
Titelsong: Das Grundthema des Albums sind ja auch Freundschaften und Beziehungen,
sowohl zwischenmenschlich, als auch zu Gott. Nina hat zusammen mit Gerrit
fast alle Stücke selbst komponiert und getextet. Beeindruckend und wohltuend
ist die textliche Tiefe und das Durchscheinen der Lebenserfahrung. Es
werden Fragen aufgeworfen, aber auch Antworten gegeben, wenn auch manchmal
nur zwischen den Zeilen. Wer sind wir, wer oder was macht uns wertvoll?
Es lohnt sich "a friend" mehrmals anzuhören und die Liedtexte aufmerksam
durchzugehen.

Fazit: Perfekte Musik, um an trüben Tagen den Gefühlen freien Lauf zu
lassen und neu Hoffnung zu tanken. Nina legt viel Seele in ihre liebenswerte
Musik hinein.
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